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Risikohinweise für die Nutzung der Online-Plattform Follow MyTrader
Stand: Mai 2020
Bitte beachten Sie, dass der Wert einer Vermögensanlage sowohl steigen als auch fallen kann. Auch Wechselkursänderungen können den Wert einer Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Anlageergebnisse aus der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung zu. Sie müssen deshalb bereit und in der Lage sein, Verluste des eingesetzten Kapitals hinzunehmen. Insbesondere besteht die Möglichkeit, dass Sie beim Verkauf von Finanzinstrumenten weniger als den ursprünglich angelegten Betrag zurückerhalten. Wir empfehlen Ihnen ausdrücklich, die nachfolgenden Risikohinweise zu lesen, bevor Sie die Plattform Follow MyTrader nutzen. Diese Risikohinweise dienen ausschließlich Ihrer Unterrichtung. Sie stellen keine Anlageberatung und keine steuerliche oder rechtliche Beratung dar.

Die FELS wealth GmbH (nachfolgend „wir/uns") stellt die Plattform Follow MyTrader (nachfolgend auch „Follow MyTrader" oder „Plattform") zur Verfügung, über die Sie Anlagevorschläge und Anlageentscheidungen (nachfolgend „Trades") von externen Tradern und Anlageprofis (nachfolgend „Star-Trader") beobachten und den Trades der Star-Trader folgen können. Die wesentlichen Merkmale der angebotenen Finanzdienstleistungen können Sie dem Dokument „Vorvertragliche Informationen bei Fernabsatzverträgen über Finanzdienstleistungen über die Online-Plattform Follow MyTrader" entnehmen. Für die vertragliche Beziehung zwischen Ihnen und uns gelten die AGB Follow MyTrader.

Über die Plattform können Sie im Rahmen eines mit uns geschlossenen Finanzdienstleistungsvertrags verschiedene Finanzdienstleistungen in Anspruch nehmen. Sofern Sie einen Handelsauftrag manuell erteilen, handeln wir als Anlagevermittler, indem wir Ihren Handelsauftrag als Bote an die Depotbank weiterleiten. Sofern Sie zusätzlich die „Automatisch verkaufen"-Funktion und/oder die „Automatisch kaufen"-Funktion verwenden, handeln wir als Abschlussvermittler, indem die Trades des vom Kunden ausgewählten Star-Traders für das Portfolio des Kunden (teilweise) gespiegelt werden. Unter Anlagevermittlung ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten zu verstehen. Abschlussvermittlung ist die Anschaffung und Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen und für fremde Rechnung.

Die Trades sind für alle Nutzer der Plattform einsehbar und sind nicht individuell auf Sie zugeschnitten. Der Star-Trader nimmt seine Trades im eigenen Ermessen vor, wenn sie ihm für die Verwaltung seines eigenen Portfolios als zweckmäßig erscheinen. Es kann deshalb vorkommen, dass Transaktionen ausgeführt werden, die zwar für den Star-Trader zweckmäßig sind, aber für Sie zu Nachteilen führen können. Die Anlageentscheidungen liegen im Ermessen des Star-Traders, ohne dass im Einzelfall eine Prüfung der Zweckmäßigkeit für Ihr Portfolio durch uns oder den Star-Trader erfolgt. Sie sollten deshalb sorgfältig prüfen, ob Sie den Trades eines Star-Traders folgen möchten. Dies gilt sowohl beim manuellen Erteilen eines Handelsauftrags als auch bei der Nutzung der Funktionen zum Automatischen Verkaufen und zum Automatischen Kaufen.

Die Anlage Ihres Vermögens über die Plattform ist keine klassische Sparform wie z. B. Sparbücher, Tagesgeld- oder Festgeldkonten, sondern ist mit bestimmten Risiken verbunden. Sie sollten daher ein Verständnis für die Funktionsweise der Plattform, die gehandelten Finanzinstrumente und die damit verbundenen Risiken entwickeln. Die nachfolgende Darstellung gibt einen nicht abschließenden Überblick über die wesentlichen tatsächlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken der Vermögensanlage über die Plattform Follow MyTrader. Diese Risiken können einzeln oder kumuliert eintreten. Durch die Art und Weise der Darstellung der Risiken soll keine Aussage zur Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken gemacht werden.

1.
Risiken im Zusammenhang mit der Anlagevermittlung und Abschlussvermittlung
a)
Anlagerisiko

Die erzielbare Rendite ist von vielen unvorhersehbaren und weder durch uns noch durch den Star-Trader beeinflussbaren zukünftigen wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Entwicklungen abhängig. Sie müssen einen teilweisen oder sogar vollständigen Verlust (Totalverlust) Ihrer Investition tragen können. Sie sollten daher nur einen hierfür angemessenen Teil Ihres Vermögens investieren. Das wirtschaftliche Ergebnis (bei Folgen der Star-Trader-Transaktionen und den Funktionen zum Automatischen Verkaufen und zum Automatischen Kaufen) ist insbesondere davon abhängig, inwiefern der Star-Trader die Finanzinstrumente gewinnbringend auswählt und veräußert. Es kann nicht garantiert werden, dass durch die Spiegelung der Trades des Star-Traders für Ihr Vermögen Gewinne erzielt bzw. Verluste vermieden werden können oder dass sich Kurse erhöhen und Ausschüttungen an Sie vorgenommen werden können.

b)
Kostenrisiko

Die an uns und an die Depotbank zu zahlenden Gebühren können die Einnahmen und den Wertzuwachs Ihres auf Ihrem Depot vorhandenen Vermögens übersteigen. Dies kann zu einer Minderung der erzielbaren Rendite und auch dazu führen, dass Sie das eingesetzte Kapital nicht zurückerhalten. Sie sind auch bei wirtschaftlichen Fehlinvestitionen verpflichtet, die Gebühren an uns und an die Depotbank zu zahlen.

c)
Auswahlrisiko und nur eingeschränkte Einflussnahme

Bei den Funktionen „Automatisch verkaufen" und „Automatisch kaufen" werden die Trades des Star-Traders für Ihr Portfolio in dem von Ihnen festgelegten Umfang gespiegelt. Der Star-Trader ist berechtigt, nach eigenem Ermessen grundsätzlich alle Maßnahmen zu treffen, die ihm zweckmäßig erscheinen. Diese Maßnahmen werden für Ihr Portfolio gespiegelt und eine Verfügung über die entsprechenden Vermögenswerte in Ihrem Portfolio vorgenommen, ohne dass zuvor Ihre Kundenweisung eingeholt wird. Sie kennen zum Zeitpunkt des Abschlusses des Finanzdienstleistungsvertrages bzw. des Erteilens eines Auftrags zum Automatischen Verkaufen oder zum Automatischen Kaufen zwar das Profil und die früheren Trades des von Ihnen ausgewählten Star-Traders, die der Anlage- oder Abschlussvermittlung zukünftig zugrunde liegen. Die konkreten, vom Star-Trader auszuwählenden Finanzinstrumente stehen allerdings noch nicht fest. Sie haben keine Möglichkeit der Analyse und Prüfung bei beabsichtigten Käufen von Finanzinstrumenten. Sie können auf die jeweilige Auswahlentscheidung keinen Einfluss nehmen und müssen die wirtschaftlichen Folgen der Auswahlentscheidung des Star-Traders tragen. Sie sind daher bezüglich des Investitions- und Desinvestitionsprozesses von der Expertise des Star-Traders abhängig. Es besteht das Risiko, dass der Star-Trader Fehlentscheidungen trifft, die sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung der in Ihrem Depot gehaltenen Finanzinstrumente auswirken. Sie sollten daher die Funktionen zum Automatischen Verkaufen und zum Automatischen Kaufen nur wählen, wenn Sie gewillt sind, von den Ermessensentscheidungen des Star-Traders abhängig zu sein.

d)
Portfoliorisiko/Diversifikationsgrad

Je geringer die Anzahl der unterschiedlichen Finanzinstrumente ist, desto mehr ist die Wertentwicklung Ihres Vermögens von den wirtschaftlichen Ergebnissen der jeweiligen Finanzinstrumente abhängig.

e)
Steuerrisiken

Grundsätzlich sind Erträge aus Kapitalanlagen einkommensteuerpflichtig. Veränderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen können zu einer Änderung der Art und Höhe Ihrer Steuer- und Abgabenlast führen. Bei Anlagen im Ausland kann es zu einer Doppelbesteuerung kommen. Steuern und Abgaben mindern Ihre erzielbare Rendite. Auch können sich steuerpolitische Entscheidungen negativ auf die Kursentwicklung der Kapitalmärkte auswirken. Es gibt keine Gewähr oder Garantie dafür, dass die zum Zeitpunkt des Abschlusses des Finanzdienstleistungsvertrags geltenden Steuergesetze und steuerlichen Verwaltungsanordnungen in unveränderter Form fortbestehen. Änderungen der steuerlichen Vorschriften oder ihrer Auslegung durch Gerichte und Verwaltung können zu einer abweichenden, möglicherweise nachteiligen Besteuerung der Erträge oder Ihres Vermögens führen. Informieren Sie sich vor dem Abschluss des Finanzdienstleistungsvertrags über die steuerliche Behandlung Ihrer Anlage und vergewissern Sie sich, ob der Finanzdienstleistungsvertrag auch unter diesem individuellen Aspekt Ihren persönlichen Erwartungen gerecht wird. Wenden Sie sich hierzu bei Bedarf an Ihren steuerlichen Berater.

f)
Rechtliche Risiken

Es besteht das Risiko, dass sich wir als Finanzdienstleister, der Star-Trader oder Ihre Depotbank nicht vertragsgemäß oder gesetzesgemäß verhalten und damit die Erfüllung Ihrer berechtigten Ansprüche verweigern. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Streitfall vertragliche Regelungen von verschiedenen Vertragspartnern und Beteiligten unterschiedlich ausgelegt werden. Damit tragen Sie das Risiko von langwierigen und kostenintensiven gerichtlichen Verfahren. Auch bei obsiegenden rechtskräftigen Gerichtsentscheidungen ist nicht sichergestellt, dass Sie Ihre Ansprüche tatsächlich durchsetzen können, da Ihre jeweiligen Vertragspartner und weitere Beteiligte insolvent oder sonst vermögenslos geworden sein könnten. Darüber hinaus besteht das Risiko von Gesetzesänderungen, der Änderung der Rechtsprechung und der Verwaltungspraxis, was zu einer Belastung Ihrer Vermögensanlage führen könnte.

f)
Rechtliche Risiken

Es besteht das Risiko, dass sich wir als Finanzdienstleister, der Star-Trader oder Ihre Depotbank nicht vertragsgemäß oder gesetzesgemäß verhalten und damit die Erfüllung Ihrer berechtigten Ansprüche verweigern. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Streitfall vertragliche Regelungen von verschiedenen Vertragspartnern und Beteiligten unterschiedlich ausgelegt werden. Damit tragen Sie das Risiko von langwierigen und kostenintensiven gerichtlichen Verfahren. Auch bei obsiegenden rechtskräftigen Gerichtsentscheidungen ist nicht sichergestellt, dass Sie Ihre Ansprüche tatsächlich durchsetzen können, da Ihre jeweiligen Vertragspartner und weitere Beteiligte insolvent oder sonst vermögenslos geworden sein könnten. Darüber hinaus besteht das Risiko von Gesetzesänderungen, der Änderung der Rechtsprechung und der Verwaltungspraxis, was zu einer Belastung Ihrer Vermögensanlage führen könnte.

g)
Risiken aus der Beauftragung der Depotbank

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Depotbank aus aufsichtsrechtlichen Gründen ihre Tätigkeit wieder aufgeben muss. Dies hätte zur Folge, dass eine neue, geeignete Depotbank beauftragt werden muss, was weitere Kosten verursachen dürfte. Sollte dies nicht rechtzeitig gelingen, besteht das Risiko, dass der Finanzdienstleistungsvertrag beendet werden muss. Zudem bringt die Beauftragung der Depotbank mit sich, dass die Mitarbeiter des betreffenden Unternehmens Zugriff auf Ihr Depot haben. In diesem Zusammenhang kann eine Veruntreuung Ihrer Vermögensgegenstände nicht ausgeschlossen werden. Auch besteht das Risiko, dass in diesem Fall kein vollständiger Schadensersatz erlangt werden kann.

h)
Risiken bei Beendigung des Finanzdienstleistungsvertrags

Kündigen wir den Finanzdienstleistungsvertrag oder stellen wir aus bestimmten Gründen den Betrieb der Plattform Follow MyTrader ein, erfolgt keine Veräußerung der in Ihrem Depot gehaltenen Finanzinstrumente auf Grundlage der Trades des Star-Traders. Die Kündigung des Finanzdienstleistungsvertrags oder Einstellung der Plattform kann zu einem Zeitpunkt erfolgen, in welchem die an uns und an die Depotbank gezahlten Gebühren die Einnahmen und den Wertzuwachs Ihres Depots übersteigen. Dies kann zu einer Minderung der erzielbaren Rendite und auch dazu führen, dass Sie das eingesetzte Kapital nicht zurückerhalten.

i)
Regulatorische Risiken

Die Tätigkeit als Anlagevermittler und Abschlussvermittler unterliegt aufsichtsrechtlichen Vorgaben, insbesondere denen des Kreditwesengesetzes (KWG), des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG), die die Vorgaben der Finanzmarktrichtlinie (RL 2014/65/EU – MiFID II) in das deutsche Recht umsetzen. Die Regelungen der MiFID II sind Gegenstand ständiger Konkretisierung und Interpretation durch die Aufsichtsbehörden. Damit besteht das Risiko, dass die Bedingungen des Finanzdienstleistungsvertrags in Kürze geändert werden müssen, um den aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu genügen. Sollten Sie die Änderungen Ihres Finanzdienstleistungsvertrags nicht akzeptieren, kann dies dazu führen, dass wir Ihnen kündigen müssen. Die Kündigung kann zu einem Zeitpunkt erfolgen, in welchem die an uns und an die Depotbank gezahlten Gebühren die Einnahmen und den Wertzuwachs Ihres Depots übersteigen. Dies kann zu einer Minderung der erzielbaren Rendite und auch dazu führen, dass Sie das eingesetzte Kapital nicht zurückerhalten.

2.
Investitionsrisiko – allgemeine Risiken im Zusammenhang mit den Kapitalanlagen

Das wirtschaftliche Ergebnis der Kapitalanlagen hängt maßgeblich vom Marktumfeld, dem gesamtwirtschaftlichen und politischen Klima und ggf. anderen Faktoren außerhalb des Einflussbereichs von uns bzw. des Star-Traders ab. Dabei sollten Sie die folgenden Risiken kennen:

a)
Konjunkturrisiko

Die Konjunktur verläuft in zyklischen Wellenbewegungen. Die typischen Phasen sind Aufschwung, Konjunkturboom, Abschwung und Tiefphase. Die Veränderung der konjunkturellen Phase hat stets (negative) Auswirkungen auf die Kursentwicklung der Wertpapiere. Der Star-Trader kann bei seinen Trades die Konjunkturentwicklung nicht oder nicht zutreffend berücksichtigen. Dadurch können zum falschen Zeitpunkt Finanzinstrumente gekauft oder verkauft werden und/oder zu lange bzw. zu kurz gehalten werden. Durch die falsche Einschätzung der konjunkturellen Lage besteht das Risiko der Realisierung von Kursverlusten.

b)
Inflationsrisiko

Sie können infolge von Geldentwertungen einen Vermögensschaden erleiden. Je nach Höhe der Inflationsrate und dem realisierten Ertrag von Dividendeneinnahmen und Kursgewinnen oder Kursverlusten kann sich eine negative oder eine positive Realverzinsung ergeben. Wir haben keinen Einfluss auf den Zeitpunkt und die Höhe der Geldentwertung, insbesondere bieten die Wertpapiere keinen umfassenden Schutz gegen die Geldentwertung.

c)
Länderrisiko

Sie tragen das Risiko, dass ein ausländischer Schuldner ausfällt, obwohl er zahlungsfähig ist. Denn trotz seiner Zahlungsfähigkeit besteht das Risiko fehlender Transferfähigkeit und -bereitschaft seines Sitzlandes, die Zins- und Tilgungsleistungen fristgerecht oder überhaupt zu leisten. Bei Wertpapieren in Fremdwährungen kann es dazu kommen, dass Sie Ausschüttungen in Währungen erhalten, die aufgrund eingetretener Devisenbeschränkungen nicht mehr konvertierbar sind. Sie tragen folglich die Risiken, die sich aus politischen Instabilitäten ergeben könnten, auf die weder wir noch der Star-Trader Einfluss haben.

d)
Volatilität

Wertpapiere unterliegen marktbedingten Kursschwankungen (Volatilität), die möglicherweise nicht durch die Trades des Star-Traders ausgeglichen werden können.

e)
Währungsrisiko

Währungsrisiken werden nicht abgesichert. Sie sind einem Währungsrisiko ausgesetzt, wenn Sie in Ihrem Depot auf eine fremde Währung lautende Wertpapiere halten und der zugrunde liegende Devisenkurs sinkt. Durch die Aufwertung des Euro (Abwertung der Auslandswährung) verlieren die in Euro bewerteten ausländischen Vermögenspositionen an Wert. Zum Kursrisiko ausländischer Wertpapiere kommt damit das Währungsrisiko hinzu – auch wenn die Papiere an einer deutschen Börse in Euro gehandelt werden. Sie können einen Vermögensverlust erleiden, wenn die ausländische Währung, in der die Anlage getätigt wurde, gegenüber der heimischen Währung abgewertet wird. Der Star-Trader kann bei seinen Trades das Währungsrisiko nicht oder nicht zutreffend berücksichtigen. Dadurch können zum falschen Zeitpunkt Finanzinstrumente gekauft oder verkauft werden und/oder zu lange bzw. zu kurz gehalten werden. Durch die falsche Einschätzung des Währungsrisikos besteht das Risiko der Realisierung von Vermögensverlusten.

f)
Liquiditätsrisiko

Anlagen, die gewöhnlich kurzfristig gekauft und verkauft werden können und deren An- und Verkaufskurse nahe zusammenliegen, werden als liquide bezeichnet. Für diese Anlagen gibt es in der Regel eine ausreichende Anzahl an Käufern und Verkäufern, um einen kontinuierlichen und reibungslosen Handel zu gewährleisten. Es können sich Schwierigkeiten beim Kauf oder Verkauf von Anlagen ergeben, wenn der Markt eng und/oder illiquide ist. Für schnelle Wertpapiertransaktionen sollte daher ein liquider Markt bestehen, also eine ausreichende Anzahl an Käufern und Verkäufern. Bei illiquiden Anlagen oder in Marktphasen, in denen eine unzureichende Liquidität besteht, ist nicht gewährleistet, dass eine Anlage kurzfristig und zu geringen Kursabschlägen verkauft werden kann. Damit tragen Sie das Risiko von Vermögensverlusten. Der Star-Trader kann bei seiner Anlageentscheidung die Liquidität des Marktes nicht oder nicht zutreffend berücksichtigen. Dadurch können zum falschen Zeitpunkt Anlagen gekauft oder verkauft werden und/oder zu lange bzw. zu kurz gehalten werden. Durch die falsche Einschätzung der Liquidität des Marktes besteht das Risiko der Realisierung von Vermögensverlusten.

3.
Investitionsrisiko – spezielle Risiken im Zusammenhang mit den Kapitalanlagen

Die Risiken bei der Anlage- und Abschlussvermittlung sind abhängig von den Risiken, denen die Kapitalanlagen, in die investiert wird, ausgesetzt sind. Im Folgenden werden die spezifischen Risiken für die einzelnen Kapitalanlagen dargestellt, die zum Portfolio der Star-Trader gehören:

a)
Risiken bei Aktien

Aktien sind Wertpapiere, die von Unternehmen zur Beschaffung von Eigenkapital ausgegeben werden und ein Anteilsrecht am Eigenkapital einer Gesellschaft verbriefen. Ein Aktionär ist somit nicht Gläubiger wie bei einer Anleihe, sondern Mitinhaber des Unternehmens. Der Aktionär ist am wirtschaftlichen Erfolg und Misserfolg beteiligt und partizipiert daran über Gewinnausschüttungen, sogenannten Dividenden, und über die Kursentwicklung der Aktie. Die Aktien können an der Börse, aber auch außerbörslich gehandelt werden. Die Wertentwicklung von Aktien kann stark von Einflussfaktoren abhängen, die sich einer rationalen Kalkulation entziehen. Auch wenn der Star-Trader Methoden entwickelt hat, die eine Anlageentscheidung objektivierbar machen sollen, sind aufgrund der Vielzahl der Informationen Interpretationsrisiken niemals ausgeschlossen. Neben den allgemeinen Risiken tragen Sie bei einer Investition in Aktien insbesondere folgende Risiken:

Insolvenzrisiko

Als Aktieninhaber sind Sie Eigenkapitalgeber der Aktiengesellschaft. Im Falle der Insolvenz einer Aktiengesellschaft, an der Sie Aktien halten, werden Sie erst dann bedient, wenn alle anderen Gläubigeransprüche bedient wurden. Dies kann einen vollständigen Verlust Ihres Anlagebetrags bedeuten. Aktien sind daher Finanzinstrumente mit einem sehr hohen Risiko.

Kursrisiko

Der Kurs einer Aktie wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Die Kursbildung unterliegt jedoch gewissen Risiken wie dem allgemeinen Marktrisiko und dem unternehmensspezifischen Risiko.

Allgemeines Marktrisiko

Der Aktienkurs eines Unternehmens kann an der Börse sinken, obwohl sich aktuell an der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens nichts geändert hat. Der Aktienkurs kann sich auch nur aufgrund einer allgemeinen Tendenz am Aktienmarkt ändern. Die Faktoren, die einen solchen allgemeinen Kursrückgang auslösen können, sind besonders vielfältig und kaum kalkulierbar.

Unternehmensspezifische Risiken

Der Aktienkurs eines Unternehmens unterliegt unternehmensspezifischen Risiken, also falschen Managemententscheidungen oder der Verletzung von aufsichtsrechtlichen oder gesetzlichen Pflichten, zudem können volkswirtschaftliche Faktoren eine Rolle spielen. Langjährige gute Wertentwicklungen bieten keine Garantie oder Gewähr für einen Anlageerfolg in der Zukunft.

Dividendenrisiko

Die Höhe der Dividende richtet sich maßgeblich nach dem Gewinn des Unternehmens. Die Dividende kann jedoch stets gekürzt werden oder ganz ausfallen, wenn das Unternehmen keine oder weniger Gewinne als geplant erwirtschaftet und keine Rücklagen gebildet hat. Es gibt keine Garantie oder Gewähr dafür, dass eine Dividende gezahlt wird, selbst wenn ein Unternehmen jahrelang ununterbrochen Dividenden gezahlt hat.

Risiko des Verlusts oder der Änderung von Aktionärsrechten/Risiko eines Zulassungswiderrufs

Aufgrund gesellschaftsbezogener Maßnahmen können Sie Ihre Aktionärsstellung verlieren oder diese kann geändert werden. Damit können Ansprüche auf Dividendenzahlungen entfallen. Es besteht das Risiko, dass Sie Ihre Stellung als Aktionär ohne Entschädigung oder ohne angemessene Entschädigung verlieren. Dies kann zu einem vollständigen Verlust Ihres Anlagebetrages führen. Die Zulassung einer Aktie an einer Börse kann widerrufen werden. Ist die Aktie eines Unternehmens nicht mehr an einer Börse notiert, führt dies zu einer eingeschränkten Veräußerbarkeit der Aktie.

b)
Risiken bei Anleihen

Anleihen bezeichnen eine große Bandbreite verzinslicher Wertpapiere, auch Rentenpapiere genannt. Dazu zählen neben „klassischen” Anleihen auch Indexanleihen, Pfandbriefe und strukturierte Anleihen. Die grundlegende Funktionsweise ist allen Anleihetypen gemein. Anleihen werden im Gegensatz zu Aktien sowohl von Unternehmen als auch von öffentlichen Einrichtungen und Staaten (sogenannten Emittenten) begeben. Sie gewähren dem Inhaber im Gegensatz zu Aktien kein Anteilsrecht. Durch die Ausgabe von Anleihen nimmt ein Emittent Fremdkapital auf. Anleihen sind handelbare Wertpapiere mit einem Nominalbetrag (Höhe der Schulden), einem Zinssatz (Kupon) und einer festgelegten Laufzeit. Die wichtigsten Parameter für die Höhe des Zinssatzes sind in der Regel die Bonität des Emittenten, die Laufzeit der Anleihe, die zugrunde liegende Währung und das allgemeine Marktzinsniveau. Ein Emittent mit geringer Bonität muss in der Regel einen höheren Zinssatz als Kompensation für das Bonitätsrisiko an die Käufer der Anleihen bezahlen als ein Emittent mit ausgezeichneter Bonität. Zu den wesentlichsten Risiken bei Anleihen gehören:

Bonitätsrisiko

Ein offensichtliches Risiko bei der Investition in Anleihen ist das Ausfallrisiko des Emittenten. Kann der Emittent seine Verpflichtung gegenüber dem Anleger nicht erfüllen, so droht dem Anleger ein Totalverlust. Die Bonität eines Emittenten kann sich während der Laufzeit der Anleihe derart verschlechtern, dass die Zins- und Tilgungszahlungen des Emittenten nicht nur gefährdet sind, sondern sogar ausfallen. Dies kann zu einem vollständigen Verlust Ihres Anlagebetrags führen. Im Gegensatz zu Aktieninvestoren ist ein Anleger in Anleihen im Insolvenzfall allerdings bessergestellt, da er dem Emittenten Fremdkapital zur Verfügung stellt und seine Forderung aus einer eventuell anfallenden Insolvenzmasse (ggf. teilweise) bedient werden kann.

Zinsänderungsrisiko und Kursrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus der Unsicherheit über die künftigen Veränderungen des Marktzinsniveaus. Als Käufer eines festverzinslichen Wertpapiers sind Sie einem Zinsänderungsrisiko in Form eines Kursverlustes ausgesetzt, wenn das Marktzinsniveau steigt. Dies kann zu einer eingeschränkten Veräußerbarkeit des Wertpapiers oder zu einem Vermögensverlust führen.

Kündigungsrisiko

Der Schuldner der Anleihe – der Emittent – kann sich in den Emissionsbedingungen ein vorzeitiges Kündigungsrecht vorbehalten. Eine vorzeitige Kündigung kann zu Abweichungen von der erwarteten Rendite führen. Eine neue Anlage kann weniger vorteilhaft sein als die bisherige Anlage.

Auslosungsrisiko

Tilgungsanleihen zahlen ggf. nur nach einem Auslosungsverfahren zurück. Dies kann dazu führen, dass die Laufzeit der Tilgungsanleihen nicht von vornherein kalkulierbar ist. Sollte der Rückzahlungsanspruch unerwartet früh erfolgen, verschlechtern sich Ihre Renditechancen.

c)
Risiken bei Rohstoffen

Anders als Aktien und Anleihen werden Rohstoffe, sofern sie zum Zweck der Kapitalanlage gehandelt werden, gewöhnlich nicht physisch übertragen, sondern über Derivate (meist Futures, Forwards oder Swaps) gehandelt. Derivate sind Verträge, bei denen sich die Vertragsparteien einigen, ein bestimmtes Gut (Basiswert) in der Zukunft zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Je nachdem, ob der Marktpreis des Rohstoffs über oder unter dem vereinbarten Preis liegt, ist der Wert des Derivats positiv oder negativ. In den meisten Fällen findet keine tatsächliche Lieferung der Rohstoffe, sondern eine Ausgleichszahlung über die Differenz zwischen Marktpreis und vereinbartem Preis statt. Rohstoffe ermöglichen einem Anleger ausschließlich die Aussicht auf Erträge durch Kursgewinne und bieten keine Ausschüttungen. Zu den wesentlichen Risiken gehören:

Kursrisiko

Generell sind Anlagen in Rohstoffen den gleichen Preisrisiken ausgesetzt wie direkte Investitionen in Rohstoffe. Besondere Ereignisse wie beispielsweise Naturkatastrophen, politische Konflikte, staatliche Regulierung oder Wetterschwankungen können die Verfügbarkeit von Rohstoffen beeinflussen und dadurch zu einer drastischen Preisänderung des Basiswertes und unter Umständen auch des Derivats führen. Dies kann auch zu einer Einschränkung der Liquidität führen und fallende Kurse nach sich ziehen. Als Produktionsfaktor für die Industrie ist die Nachfrage nach bestimmten Rohstoffen wie Metallen und Energieträgern zudem maßgeblich von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Kontrahentenrisiko

Durch den Handel über Derivate besteht ein Risiko im Hinblick auf die Ausgestaltung des Derivatevertrags. Ist der Vertragspartner nicht in der Lage oder unwillig, seiner Verpflichtung aus dem Derivatevertrag nachzukommen, kann es sein, dass der Derivatevertrag gänzlich oder teilweise nicht erfüllt wird.

d)
Risiken bei Kapitalanlagen in Fremdwährungen

Kapitalanlagen in Fremdwährungen bieten Anlegern eine Möglichkeit zur Diversifikation ihres Portfolios. Des Weiteren sind Investitionen u. a. in die vormals genannten Anlageklassen oftmals mit dem Eingehen von Fremdwährungsrisiken verbunden.

Wechselkursrisiko

Investiert ein deutscher Anleger beispielsweise direkt oder indirekt (z. B. über einen Fonds oder ETF) in amerikanische Aktien, so unterliegt seine Anlage nicht nur den Aktienrisiken, sondern ebenfalls dem Wechselkursrisiko zwischen Euro und US-Dollar, welches sich positiv oder negativ auf den Wert seiner Anlage auswirken kann. Wechselkurse verschiedener Währungen können sich im Lauf der Zeit ändern und es kann zu erheblichen Kursausschlägen kommen. Investiert ein deutscher Anleger beispielsweise in US-Dollar oder in eine in US-Dollar notierende Aktie, wirkt sich eine Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro (d. h. Aufwertung des Euro) nachteilig auf seine Investition aus. Unter Umständen kann sogar eine positive Aktienkursentwicklung durch die US-Dollar-Abschwächung überkompensiert werden.

Zinsänderungsrisiko

Ändern sich die Zinsen im Heimatmarkt oder im Markt der Fremdwährung, kann dies bedeutende Auswirkungen auf den Wechselkurs haben, da Veränderungen der Zinsniveaus mitunter große länderübergreifende Kapitalbewegungen auslösen können.

Regulatorische Risiken

Zentralbanken spielen bei der Preisbildung von Wechselkursen eine entscheidende Rolle. Neben den Geldmengen und Zinsen kontrollieren einige Zentralbanken auch die Wechselkurse. Sie intervenieren an den Märkten, sobald gewisse Schwellen erreicht werden, indem sie die eigene Währung verkaufen oder kaufen oder sie koppeln den Wechselkurs ganz oder teilweise an eine Fremdwährung. Werden diese Strategien geändert oder aufgehoben, kann dies zu erheblichen Verwerfungen an den entsprechenden Devisenmärkten führen. Dies war beispielsweise zu beobachten, als die Schweizerische Nationalbank im Januar 2015 die Festlegung des Mindestwechselkurses des Schweizer Franken gegenüber dem Euro von 1,20 EUR/CHF aufgab.

e)
Risiken bei Investition in einen offenen Investmentfonds

Investmentfonds sind Vehikel zur gemeinschaftlichen Vermögensanlage nach den Regelungen des Kapitalanlagegesetzbuches. Hierbei ist zwischen offenen Investmentfonds, die einer unbegrenzten Anzahl von Anlegern offenstehen, und geschlossenen Investmentfonds, die einer begrenzten Anzahl von Anlegern offenstehen, zu unterscheiden. Eine Kapitalverwaltungsgesellschaft legt die Anlagestrategie eines offenen Investmentfonds fest und verwaltet das Fondsvermögen professionell. Das Fondsvermögen ist hierbei als Sondervermögen aus Gründen des Anlegerschutzes strikt von dem Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft zu trennen. Aus diesem Grund werden die zum Investmentfonds gehörenden Vermögensgegenstände bei der sogenannten Verwahrstelle verwahrt. Das Fondsvermögen kann sich je nach Art des Investmentfonds aus verschiedensten Vermögenswerten zusammensetzen (z. B. Wertpapieren, Geldmarktinstrumenten, Bankguthaben, Investmentanteilen und Derivaten).

Anleger können jederzeit durch den Erwerb von Investmentanteilscheinen über ein Kreditinstitut oder die Kapitalverwaltungsgesellschaft eine Mitberechtigung am Fondsvermögen erwerben. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft kann jedoch unter gewissen Umständen die Ausgabe von Fondsanteilen vorübergehend beschränken, aussetzen oder endgültig einstellen. Die Liquidation der Investmentanteile kann auf zwei Arten erfolgen. Zum einen besteht grundsätzlich die Möglichkeit der Rückgabe der Investmentanteilscheine an die Kapitalverwaltungsgesellschaft zu dem offiziellen Rücknahmepreis. Zum anderen können die Investmentanteilscheine ggf. an einer Börse gehandelt werden. Sowohl im Falle des Erwerbs als auch der Liquidation von Investmentanteilscheinen können Drittkosten anfallen (z. B. Ausgabeaufschlag, Rücknahmeabschlag, Kommission).

Der Wert eines einzelnen Investmentanteilscheins berechnet sich nach dem Wert des Fondsvermögens geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Investmentanteilscheine. Der Wert des Fondsvermögens wird hierbei meist nach einem vorgegebenen Bewertungsverfahren ermittelt. Für börsengehandelte Investmentfonds steht zudem der fortlaufende Börsenhandel zur Preisfindung zur Verfügung.

f)
Risiken bei Investition in Exchange Traded Funds

Exchange Traded Funds („ETFs”) sind börsengehandelte, offene Investmentfonds, die die Wertentwicklung eines Index – wie beispielsweise des DAX – nachbilden. Sie werden auch als passive Indexfonds bezeichnet. Im Gegensatz zu aktiven Anlagestrategien, die durch die Auswahl einzelner Wertpapiere („Stockpicking”) und Bestimmung günstiger Zeitpunkte für Ein- und Ausstieg („Market-Timing”) eine Überrendite („Outperformance”) gegenüber einem Vergleichsindex („Benchmark”) erzielen wollen, ist eine passive Anlagestrategie darauf ausgerichtet, einen Vergleichsindex nicht zu übertreffen, sondern diesen bei möglichst geringen Kosten nachzubilden.

Wie sonstige offene Investmentfonds geben ETFs Anlegern Zugang zu einem breiten Portfolio aus Aktien, Anleihen oder anderen Anlagekategorien wie Rohstoffen oder Immobilien. Anders als bei anderen offenen Investmentfonds werden ETFs gewöhnlich nicht direkt bei einer Kapitalverwaltungsgesellschaft ge- oder verkauft, sondern der Handel findet an einer Börse oder einem anderen Handelsplatz statt. Ein ETF kann also wie eine Aktie an Wertpapierbörsen gehandelt werden. Um die Liquidität zu verbessern, werden für ETFs meist Market-Maker bestellt, die eine ausreichende Liquidität durch das regelmäßige Bereitstellen von An- und Verkaufspreisen gewährleisten sollen. Eine Verpflichtung zur Bereitstellung von Liquidität besteht jedoch nicht.

ETFs können die ihnen zugrunde liegenden Indizes auf zwei verschiedene Arten abbilden. Bei der physischen Abbildung (sog. Replikation) wird der Index durch den Kauf aller Indexbestandteile (beispielsweise der 30 Aktien des DAX) oder ggf. einer relevanten Teilmenge nachgebildet. Bei der synthetischen Replikation schließt der ETF-Anbieter eine Vereinbarung in Form eines Tauschgeschäfts („Swap”) mit einer Bank, bei dem die genaue Wertentwicklung des gewünschten Index zugesichert und besichert wird. Ein synthetischer ETF hält somit nicht die zugrunde liegenden Aktien.

Kursrisiko

Da ETFs einen zugrunde liegenden Index passiv nachbilden und nicht aktiv verwaltet werden, tragen sie generell die Basisrisiken der zugrunde liegenden Indizes. ETFs schwanken somit direkt proportional mit ihrem Basiswert. Das Risiko-Rendite-Profil von ETFs und ihrer zugrunde liegenden Indizes sind daher sehr ähnlich. Fällt der DAX z. B. um 10 %, so wird der Kurs eines den DAX abbildenden ETFs ebenfalls um rund 10 % fallen.

Risikokonzentration

Das Anlegerrisiko steigt mit einer zunehmenden Spezialisierung eines ETFs etwa auf eine gewisse Region, Branche oder Währung. Dieses erhöhte Risiko kann jedoch auch erhöhte Ertragschancen mit sich bringen.

Wechselkursrisiko

ETFs enthalten Wechselkursrisiken, wenn deren zugrunde liegender Index nicht in der Währung des ETFs notiert. Kommt es zu einer Abschwächung der Indexwährung gegenüber der Währung des ETFs, wird die Wertentwicklung des ETFs negativ beeinflusst.

Replikationsrisiko

ETFs unterliegen zudem einem Replikationsrisiko, d. h., es kann zu Abweichungen zwischen dem Wert des Index und des ETFs kommen („Tracking-Error”). Dieser Tracking-Error kann über den durch die ETF-Gebühren bedingten Unterschied in der Wertentwicklung hinausgehen. Eine solche Abweichung kann z. B. durch Barbestände, Neugewichtungen, Kapitalmaßnahmen, Dividendenzahlungen oder die steuerliche Behandlung von Dividenden verursacht werden.

Kontrahentenrisiko

Darüber hinaus existiert bei synthetisch replizierenden ETFs ein Kontrahentenrisiko. Sollte ein Swap-Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, kann es zu Verlusten für den Anleger kommen.

Übertragung oder Kündigung des Sondervermögens

Unter gewissen Voraussetzungen ist sowohl die Übertragung des Sondervermögens auf ein anderes Sondervermögen als auch die Kündigung der Verwaltung durch die Kapitalverwaltungsgesellschaft möglich. Im Falle der Übertragung kann die fortgesetzte Verwaltung zu schlechteren Konditionen stattfinden. Im Falle der Kündigung besteht das Risiko (zukünftiger) entgangener Gewinne.

Außerbörslicher Handel

Wenn ETFs und deren zugrunde liegenden Komponenten an unterschiedlichen Börsen mit abweichenden Handelszeiten gehandelt werden, besteht das Risiko, dass Geschäfte in diesen ETFs außerhalb der Handelszeiten der jeweiligen Komponenten durchgeführt werden. Dies kann zu einer Abweichung in der Wertentwicklung gegenüber dem zugrunde liegenden Index führen.

Wertpapierleihe

Ein Investmentfonds kann zur Renditeoptimierung Wertpapierleihegeschäfte eingehen. Kann ein Entleiher seiner Verpflichtung zur Rückgabe nicht nachkommen und hat die gestellte Sicherheit an Wert verloren, so drohen dem Investmentfonds Verluste.

g)
Risiken bei Fremdfinanzierung Ihres Depots

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Anlage vollständig aus Ihren Eigenmitteln zu finanzieren. Sollten Sie dennoch einen Teil oder die gesamte Anlage fremdfinanzieren, besteht das Risiko, dass die Erträge nicht ausreichen, um die anfallenden Zinsen der Finanzierung Ihres Anlagebetrages zu zahlen bzw. die Finanzierung zurückzuführen. In einem solchen Fall müssten Sie weitere Mittel zur Rückführung der Fremdfinanzierung samt Zinsen aufwenden. Dies kann bis zu Ihrer persönlichen Insolvenz führen.

h)
Regulatorische Risiken

Die Anlage- und die Abschlussvermittlung bedürfender Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die BaFin prüft im Erlaubnisantrag unter anderem die Geeignetheit der Geschäftsleitung, sie billigt oder genehmigt jedoch ausdrücklich nicht die konkret angebotenen Dienstleistungen oder Produkte.

Die FELS wealth GmbH gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an. Die EdW leistet eine Entschädigung, wenn ein Wertpapierhandelsunternehmen nicht mehr in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften gegenüber seinen Kunden zu erfüllen, und die BaFin den Entschädigungsfall festgestellt hat. Für diese Forderungen ist der Schutz auf 90 % der Forderungen begrenzt, maximal jedoch auf 20.000 Euro pro Anleger. Das Risiko der pflichtwidrigen Anlage- und Abschlussvermittlung oder des Vollmachtmissbrauchs ist durch die EdW jedoch nicht abgedeckt.