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Risikohinweise für die Nutzung der Online-Plattform Follow MyTrader („Risikohinweise“)

Stand: 10. Oktober 2020

Hinweis: Bitte beachten Sie, dass der Wert einer Vermögensanlage sowohl steigen als auch fallen kann. Auch Wechselkursänderungen können den Wert einer Anlage sowohl positiv als auch negativ beeinflussen. Anlageergebnisse aus der Vergangenheit lassen keine Rückschlüsse auf die zukünftige Wertentwicklung zu. Sie müssen deshalb bereit und in der Lage sein, Verluste des eingesetzten Kapitals hinzunehmen. Insbesondere besteht die Möglichkeit, dass Sie beim Verkauf von Finanzinstrumenten weniger als den ursprünglich angelegten Betrag zurückerhalten. Wir empfehlen Ihnen ausdrücklich, die nachfolgenden Risikohinweise zu lesen, bevor Sie die Online-Plattform Follow MyTrader nutzen. Diese Risikohinweise dienen ausschließlich Ihrer Unterrichtung über die Grundlagen sowie Chancen und Risiken einzelner Anlageformen. Sie stellen keine Anlageberatung und keine steuerliche oder rechtliche Beratung dar. Bitte beachten Sie, dass diesen Risikohinweisen erst dadurch individuelle Bedeutsamkeit zukommt, wenn zugleich Ihre persönliche Anlagestrategie und persönlichen Anlageziele berücksichtigt werden. 1

1 Die in diesen Risikohinweisen erläuterten Finanzinstrumente können grundsätzlich an Privatkunden und professionelle Kunden vertrieben werden. Alle über die Plattform Follow MyTrader handelnden Kunden werden von uns als Privatkunden eingestuft.

I. Einleitung

Die FELS wealth GmbH (nachfolgend auch „wir/uns“) stellt die Online-Plattform Follow MyTrader (nachfolgend auch „Plattform“) zur Verfügung, über die Sie Anlagevorschläge und Anlageentscheidungen (nachfolgend „Trades“) von externen Tradern und Anlageprofis (nachfolgend „Star-Trader“) beobachten und den Trades der Star-Trader folgen können. Die wesentlichen Merkmale der angebotenen Finanzdienstleistungen können Sie dem Dokument „Vorvertragliche Informationen bei Fernabsatzverträgen über Finanzdienstleistungen über die Online-Plattform Follow MyTrader und Kundeninformationen nach § 63 Abs. 7 WpHG“ entnehmen. Für die vertragliche Beziehung zwischen Ihnen und uns gelten die „Allgemeinen Geschäftsbedingungen für die Nutzung der Online-Plattform Follow MyTrader“.

Die FELS wealth GmbH bietet über die Plattform Finanzdienstleistungen in Form der Anlagevermittlung, der Abschlussvermittlung und der Finanzportfolioverwaltung (nachfolgend auch „Finanzdienstleistungen“) an. Anlagevermittlung ist die Vermittlung von Geschäften über die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten. Abschlussvermittlung ist die Anschaffung und die Veräußerung von Finanzinstrumenten im fremden Namen für fremde Rechnung. Finanzportfolioverwaltung ist die Verwaltung einzelner in Finanzinstrumenten angelegter Vermögen für andere mit Entscheidungsspielraum.

Die Trades sind für alle Nutzer der Plattform einsehbar und sind nicht individuell auf Sie zugeschnitten. Der Star-Trader nimmt seine Trades im eigenen Ermessen vor, wenn sie ihm für die Optimierung seines eigenen Portfolios als zweckmäßig erscheinen. Es kann deshalb vorkommen, dass Transaktionen ausgeführt werden, die zwar für den Star-Trader zweckmäßig sind, aber für Sie zu Nachteilen führen können. Die Anlageentscheidungen liegen im Ermessen des Star-Traders, ohne dass im Einzelfall eine Prüfung der Zweckmäßigkeit für Ihr Portfolio durch uns oder den Star-Trader erfolgt.

II. Anlagestrategie

Bitte beachten Sie, dass die Anlage Ihres Vermögens über die Plattform keine klassische Sparform wie z. B. Sparbücher, Tagesgeld- oder Festgeldkonten ist, sondern mit bestimmten Risiken verbunden ist. Sie sollten daher ein Verständnis für die Funktionsweise der Plattform, die gehandelten Finanzinstrumente und die damit verbundenen Risiken entwickeln.

Sie sollten sich insbesondere über ihre individuelle Risikotragfähigkeit, ihren Anlagehorizont und ihre Anlageziele bewusst sein und sorgfältig prüfen, ob Sie den Trades eines Star-Traders folgen möchten. Dies gilt sowohl beim manuellen Erteilen eines Handelsauftrags als auch bei der Nutzung der Funktionen zum „Automatischen verkaufen“ und zum „Automatischen kaufen“.

Dabei ist es wichtig, dass Sie sich der drei grundlegenden Anlagekriterien, nämlich Sicherheit, Liquidität und Rentabilität, und des Wechselspiels zwischen diesen Anlagekriterien bewusst sind.

Sicherheit zielt auf die Erhaltung des angelegten Vermögens. Die Sicherheit einer Kapitalanlage hängt von den Risiken ab, denen sie unterworfen ist.

Liquidität meint die Verfügbarkeit des angelegten Vermögens, das heißt wie schnell und zu welchen Kosten das angelegte Vermögen wieder in Bankguthaben oder Bargeld umgewandelt werden kann.

Rentabilität beschreibt den wirtschaftlichen Erfolg einer Kapitalanlage, der am Maßstab Gewinn/Verlust gemessen wird. Berücksichtigung finden hier unter anderem Zins- und Dividendenzahlungen sowie sonstige Ausschüttungen.

Die vorgenannten Anlagekriterien stehen in einem Wechselspiel zueinander, das heißt sie bedingen sich gegenseitig. So geht beispielsweise eine Anlage mit hoher Rentabilität und hoher Liquidität in der Regel mit einem geringen Maß an Sicherheit einher.

Sie sollten anhand ihrer persönlichen Präferenzen (unter Berücksichtigung finanzieller und persönlicher Umstände) eine Gewichtung der vorgenannten Anlagekriterien vornehmen und eine individuelle Anlagestrategie festlegen. Sie sollten bei Ihrer Kapitalanlage auf eine angemessene Risikostreuung (Diversifikation) achten. So sollten Sie sich nicht nur der Risiken individueller Kapitalanlagen bewusst sein, sondern auch des Zusammenspiels der Risiken Ihrer Kapitalanlagen in ihrem Portfolio untereinander. Durch eine geeignete Zusammenstellung der Anlageinstrumente, insbesondere solcher, die in ihrer Preisentwicklung wenig voneinander abhängig sind, kann das Anlegerrisiko reduziert werden.

Bitte beachten Sie jedoch dass, wenn Sie die „Automatisch kaufen“-Funktion oder die „Automatisch verkaufen“-Funktion nutzen, die Anlageentscheidungen der Star-Trader ohne Ihr Zutun für Ihr Portfolio gespiegelt werden. Das heißt, es werden Handelsaufträge zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten an die Depotbank automatisch erteilt, sobald der ausgewählte Star-Trader ein entsprechendes Handelsgeschäft ausführt. Bei der Nutzung der „Automatisch kaufen“-Funktion und „Automatisch verkaufen“-Funktion folgen Sie daher den Anlageentscheidungen der Star-Trader, die diese nach ihrem Ermessen treffen. Daher sollten Sie gerade bei der Entscheidung zur Nutzung dieser Funktionen ihre finanziellen Verhältnisse (einschließlich Ihrer Fähigkeit, Verluste zu tragen), berücksichtigen.

Die nachfolgende Darstellung gibt einen nicht abschließenden Überblick über die wesentlichen tatsächlichen, wirtschaftlichen und rechtlichen Risiken der Vermögensanlage über die Plattform Follow MyTrader. Diese Risiken können einzeln oder kumuliert eintreten. Durch die Art und Weise der Darstellung der Risiken soll keine Aussage zur Eintrittswahrscheinlichkeit der Risiken gemacht werden.

III. Risiken

1. Risiken im Zusammenhang mit der Nutzung von auf Follow MyTrader angebotenen Finanzdienstleistungen

a) Anlagerisiko

Die erzielbare Rendite ist von vielen unvorhersehbaren und weder durch uns noch durch den Star-Trader beeinflussbaren zukünftigen wirtschaftlichen, steuerlichen und rechtlichen Entwicklungen abhängig. Sie müssen einen teilweisen oder sogar vollständigen Verlust (Totalverlust) Ihrer Investition tragen können. Sie sollten daher nur einen hierfür angemessenen Teil Ihres Vermögens investieren. Das wirtschaftliche Ergebnis (bei Folgen der Star-Trader-Transaktionen und den Funktionen zum „Automatischen verkaufen“ und zum „Automatischen kaufen“) ist insbesondere davon abhängig, inwiefern der Star-Trader die Finanzinstrumente gewinnbringend auswählt und veräußert. Es kann nicht garantiert werden, dass durch die Spiegelung der Trades des Star-Traders für Ihr Vermögen Gewinne erzielt bzw. Verluste vermieden werden können oder dass sich Kurse erhöhen und Ausschüttungen an Sie vorgenommen werden können.

b) Kostenrisiko

Die an uns und an die Depotbank zu zahlenden Gebühren können die Einnahmen und den Wertzuwachs Ihres auf Ihrem Depot vorhandenen Vermögens übersteigen. Dies kann zu einer Minderung der erzielbaren Rendite und auch dazu führen, dass Sie das eingesetzte Kapital nicht zurückerhalten. Sie sind auch bei wirtschaftlichen Fehlinvestitionen verpflichtet, die Gebühren an uns und an die Depotbank zu zahlen.

c) Auswahlrisiko und nur eingeschränkte Einflussnahme

Bei den Funktionen „Automatisch verkaufen“ und „Automatisch kaufen“ werden die Trades des Star-Traders für Ihr Portfolio in dem von Ihnen festgelegten Umfang gespiegelt und eine Verfügung über die entsprechenden Vermögenswerte in Ihrem Portfolio vorgenommen. Dazu erteilen Sie uns eine Weisung im Rahmen der Nutzung der Funktionen. Der Star Trader ist berechtigt, grundsätzlich alle Maßnahmen zu treffen, die ihm zweckmäßig erscheinen. Ihre erneute Bestätigung vor der Ausführung eines Geschäfts wird dabei nur eingeholt, wenn die Risikoklasse des gekauften Finanzinstruments höher als Ihre im Rahmen der Registrierung ermittelte persönliche Risikoklasse ist und Sie nicht die „Automatisch kaufen“ Funktion nutzen. Sie kennen zum Zeitpunkt des Abschlusses des Finanzdienstleistungsvertrages bzw. des Erteilens eines Auftrags zum „Automatischen kaufen“ zwar das Profil und die Erfolgsquote aus früheren Trades des von Ihnen ausgewählten Star-Traders. Die konkreten, vom Star-Trader auszuwählenden Finanzinstrumente stehen allerdings noch nicht fest. Sie haben keine Möglichkeit der Analyse und Prüfung bei beabsichtigten Käufen von Finanzinstrumenten. Sie können auf die jeweilige Auswahlentscheidung keinen Einfluss nehmen und müssen die wirtschaftlichen Folgen der Auswahlentscheidung des Star-Traders tragen. Sie sind daher bezüglich des Investitions- und Desinvestitionsprozesses von der Expertise des Star-Traders abhängig. Es besteht das Risiko, dass der Star-Trader Fehlentscheidungen trifft, die sich negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung der in Ihrem Depot gehaltenen Finanzinstrumente auswirken. Sie sollten daher die Funktionen zum „Automatischen verkaufen“ und zum „Automatischen kaufen“ nur wählen, wenn Sie gewillt sind, dieses Risiko zu tragen.

d) Portfoliorisiko/Diversifikationsgrad

Je geringer die Anzahl der unterschiedlichen Finanzinstrumente ist, desto mehr ist die Wertentwicklung Ihres Vermögens von den wirtschaftlichen Ergebnissen der jeweiligen Finanzinstrumente abhängig.

e) Risiken bei Fremdfinanzierung Ihres Depots

Wir empfehlen Ihnen, Ihre Anlage vollständig aus Ihren Eigenmitteln zu finanzieren. Sollten Sie dennoch einen Teil oder die gesamte Anlage fremdfinanzieren, besteht das Risiko, dass die Erträge nicht ausreichen, um die anfallenden Zinsen der Finanzierung Ihres Anlagebetrages zu zahlen bzw. die Finanzierung zurückzuführen. In einem solchen Fall müssten Sie weitere Mittel zur Rückführung der Fremdfinanzierung samt Zinsen aufwenden. Dies kann bis zu Ihrer persönlichen Insolvenz führen.

f) Steuerrisiken

Grundsätzlich sind Erträge aus Kapitalanlagen einkommensteuerpflichtig. Veränderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen können zu einer Änderung der Art und Höhe Ihrer Steuer- und Abgabenlast führen. Bei Anlagen im Ausland kann es zu einer Doppelbesteuerung kommen. Steuern und Abgaben mindern Ihre erzielbare Rendite. Auch können sich steuerpolitische Entscheidungen negativ auf die Kursentwicklung der Kapitalmärkte auswirken. Es gibt keine Gewähr oder Garantie dafür, dass die zum Zeitpunkt des Abschlusses des Finanzdienstleistungsvertrags geltenden Steuergesetze und steuerlichen Verwaltungsanordnungen in unveränderter Form fortbestehen. Änderungen der steuerlichen Vorschriften oder ihrer Auslegung durch Gerichte und Verwaltung können zu einer abweichenden, möglicherweise nachteiligen Besteuerung der Erträge oder Ihres Vermögens führen. Informieren Sie sich vor dem Abschluss des Finanzdienstleistungsvertrags über die steuerliche Behandlung Ihrer Anlage und vergewissern Sie sich, ob der Finanzdienstleistungsvertrag auch unter diesem individuellen Aspekt Ihren persönlichen Erwartungen gerecht wird. Wenden Sie sich hierzu bei Bedarf an Ihren steuerlichen Berater.

g) Rechtliche Risiken

Es besteht das Risiko, dass wir uns als Finanzdienstleister, der Star-Trader oder Ihre Depotbank nicht vertragsgemäß oder gesetzesgemäß verhalten und damit z.B. die Erfüllung Ihrer berechtigten Ansprüche verweigern. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass im Streitfall vertragliche Regelungen von verschiedenen Vertragspartnern und Beteiligten unterschiedlich ausgelegt werden. Damit tragen Sie das Risiko von langwierigen und kostenintensiven gerichtlichen Verfahren. Auch bei obsiegenden rechtskräftigen Gerichtsentscheidungen ist nicht sichergestellt, dass Sie Ihre Ansprüche tatsächlich durchsetzen können, da Ihre jeweiligen Vertragspartner und weitere Beteiligte insolvent oder sonst vermögenslos geworden sein könnten. Darüber hinaus besteht das Risiko von Gesetzesänderungen, der Änderung der Rechtsprechung und der Verwaltungspraxis, was zu einer Belastung Ihrer Vermögensanlage führen könnte.

h) Risiken aus der Beauftragung der Depotbank

Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Depotbank aus aufsichtsrechtlichen Gründen ihre Tätigkeit wieder aufgeben muss. Dies hätte zur Folge, dass eine neue, geeignete Depotbank beauftragt werden muss, was gg-falls zusätzliche Kosten verursachen könnte. Sollte dies nicht rechtzeitig gelingen, besteht das Risiko, dass der Finanzdienstleistungsvertrag beendet werden muss. Zudem bringt die Beauftragung der Depotbank mit sich, dass die Mitarbeiter des betreffenden Unternehmens Zugriff auf Ihr Depot haben. In diesem Zusammenhang kann eine Veruntreuung Ihrer Vermögensgegenstände nicht ausgeschlossen werden. Auch besteht das Risiko, dass in diesem Fall kein vollständiger Schadensersatz erlangt werden kann.

i) Risiken bei Beendigung des Finanzdienstleistungsvertrags

Die Kündigung des Finanzdienstleistungsvertrags oder Einstellung der Plattform kann zu einem Zeitpunkt erfolgen, in welchem die an uns und an die Depotbank gezahlten Gebühren die Einnahmen und den Wertzuwachs Ihres Depots übersteigen. Dies kann zu einer Minderung der erzielbaren Rendite und gegebenenfalls auch dazu führen, dass Sie das eingesetzte Kapital nicht zurückerhalten.

j) Regulatorische Risiken

Die Anlagevermittlung, die Abschlussvermittlung und die Finanzportfolioverwaltung bedürfen der Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin). Die BaFin prüft im Erlaubnisantrag unter anderem die Geeignetheit der Geschäftsleitung, sie billigt oder genehmigt jedoch ausdrücklich nicht die konkret angebotenen Dienstleistungen oder Produkte. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die FELS wealth GmbH aus aufsichtsrechtlichen Gründen ihre Tätigkeit wieder aufgeben muss. Dies hätte zur Folge, dass der Finanzdienstleistungsvertrag beendet werden müsste.

Die FELS wealth GmbH gehört der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW) an. Die EdW leistet eine Entschädigung, wenn ein Wertpapierhandelsunternehmen nicht mehr in der Lage ist, seine Verbindlichkeiten aus Wertpapiergeschäften gegenüber seinen Kunden zu erfüllen, und die BaFin den Entschädigungsfall festgestellt hat. Für diese Forderungen ist der Schutz auf 90 % der Forderungen begrenzt, maximal jedoch auf 20.000 Euro pro Anleger. Das Risiko der pflichtwidrigen Anlage- und Abschlussvermittlung oder des Vollmachtmissbrauchs ist durch die EdW jedoch nicht abgedeckt.

Die Tätigkeit als Anlagevermittler, Abschlussvermittler und Finanzportfolioverwalter unterliegt aufsichtsrechtlichen Vorgaben, insbesondere denen des Kreditwesengesetzes (KWG) und des Wertpapierhandelsgesetzes (WpHG), die die Vorgaben der Finanzmarktrichtlinie (RL 2014/65/EU – MiFID II) in das deutsche Recht umsetzen. Die Regelungen der MiFID II sind Gegenstand ständiger Konkretisierung und Interpretation durch die Aufsichtsbehörden. Damit besteht das Risiko, dass die Bedingungen des Finanzdienstleistungsvertrags in Kürze geändert werden müssen, um den aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu genügen. Sollten Sie die Änderungen Ihres Finanzdienstleistungsvertrags nicht akzeptieren, kann dies dazu führen, dass wir Ihnen kündigen müssen. Die Kündigung kann zu einem Zeitpunkt erfolgen, in welchem die an uns und an die Depotbank gezahlten Gebühren die Einnahmen und den Wertzuwachs Ihres Depots übersteigen. Dies kann zu einer Minderung der erzielbaren Rendite und gegebenenfalls auch dazu führen, dass Sie das eingesetzte Kapital nicht zurückerhalten.

k) Risiken des Handels über eine internetbasierte Plattform und mobile Endgeräte

Die FELS wealth GmbH ist bestrebt, die Plattform über das Internet möglichst ununterbrochen abrufbar zu halten und trifft Vorkehrungen für die Stabilität der mobilen und Browser-basierten Auftragserteilung. Aufgrund der technischen Natur des Internets ist eine ununterbrochene Abrufbarkeit der Plattform jedoch nicht geschuldet und nicht jederzeit möglich, so dass es trotz unserer Vorkehrungen zu Behinderungen bei der Auftragserteilung kommen kann.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu Störungen aus Ihrer Sphäre als Kunde kommt, z.B. aufgrund mangelnder Stabilität der Internetverbindung Ihres mobilen Endgeräts oder PCs, oder weil Ihr Mobiltelefon abhandengekommen ist.

2. Investitionsrisiko – allgemeine Risiken im Zusammenhang mit den Kapitalanlagen

Das wirtschaftliche Ergebnis der Kapitalanlagen hängt maßgeblich vom Marktumfeld, dem gesamtwirtschaftlichen und politischen Klima und ggf. anderen Faktoren außerhalb des Einflussbereichs von uns bzw. des Star-Traders ab. Dabei sollten Sie die folgenden Risiken kennen:

a) Konjunkturrisiko

Die Konjunktur verläuft in zyklischen Wellenbewegungen. Die typischen Phasen sind Aufschwung, Konjunkturboom, Abschwung und Tiefphase. Die Veränderung der konjunkturellen Phase kann (negative) Auswirkungen auf die Kursentwicklung der Wertpapiere haben. Der Star-Trader ist gegebenenfalls nicht in der Lage, bei seinen Trades die Konjunkturentwicklung zu berücksichtigen oder zutreffend zu berücksichtigen. Dadurch können zum falschen Zeitpunkt Finanzinstrumente gekauft oder verkauft werden und/oder zu lange bzw. zu kurz gehalten werden. Durch die falsche Einschätzung der konjunkturellen Lage besteht das Risiko der Realisierung von Kursverlusten.

b) Inflationsrisiko

Sie können infolge von Geldentwertungen einen Vermögensschaden erleiden. Je nach Höhe der Inflationsrate und dem realisierten Ertrag von Dividendeneinnahmen und Kursgewinnen oder Kursverlusten kann sich eine negative oder eine positive Realverzinsung ergeben. Wir haben keinen Einfluss auf den Zeitpunkt und die Höhe der Geldentwertung, insbesondere bieten die Wertpapiere keinen umfassenden Schutz gegen die Geldentwertung.

c) Länderrisiko

Sie tragen das Risiko, dass ein ausländischer Schuldner ausfällt, obwohl er zahlungsfähig ist. Denn trotz seiner Zahlungsfähigkeit besteht das Risiko fehlender Transferfähigkeit und -bereitschaft seines Sitzlandes, die Zins- und Tilgungsleistungen fristgerecht oder überhaupt zu leisten. Bei Wertpapieren in Fremdwährungen kann es dazu kommen, dass Sie Ausschüttungen in Währungen erhalten, die aufgrund eingetretener Devisenbeschränkungen nicht mehr konvertierbar sind. Sie tragen folglich die Risiken, die sich aus politischen Instabilitäten ergeben könnten, auf die weder wir noch der Star-Trader Einfluss haben.

d) Volatilität

Wertpapiere unterliegen marktbedingten Kursschwankungen (Volatilität), die gegebenenfalls groß ausfallen können. Je höher diese Schwankungen sind, desto stärker sind auch die Schwankungen des Werts oder Kurses eines Wertpapiers. Möglicherweise können diese marktbedingten Kursschwankungen nicht durch die Trades des Star-Traders ausgeglichen werden.

e) Währungsrisiko

Währungsrisiken werden nicht abgesichert. Sie sind einem Währungsrisiko ausgesetzt, wenn Sie in Ihrem Depot auf eine fremde Währung lautende Wertpapiere halten und der zugrunde liegende Devisenkurs sinkt. Durch die Aufwertung des Euro (Abwertung der Auslandswährung) verlieren die in Euro bewerteten ausländischen Vermögenspositionen an Wert. Zum Kursrisiko ausländischer Wertpapiere kommt damit das Währungsrisiko hinzu – auch wenn die Papiere an einer deutschen Börse in Euro gehandelt werden. Sie können einen Vermögensverlust erleiden, wenn die ausländische Währung, in der die Anlage getätigt wurde, gegenüber der heimischen Währung abgewertet wird. Der Star-Trader ist gegebenenfalls nicht in der Lage, bei seinen Trades das Währungsrisiko zu berücksichtigen oder zutreffend zu berücksichtigen. Dadurch können zum falschen Zeitpunkt Finanzinstrumente gekauft oder verkauft werden und/oder zu lange bzw. zu kurz gehalten werden. Durch die falsche Einschätzung des Währungsrisikos besteht das Risiko der Realisierung von Vermögensverlusten.

f) Liquiditätsrisiko

Anlagen, die gewöhnlich kurzfristig gekauft und verkauft werden können und deren An- und Verkaufskurse nahe zusammenliegen, werden als liquide bezeichnet. Für diese Anlagen gibt es i.d.R. eine ausreichende Anzahl an Käufern und Verkäufern, um einen kontinuierlichen und reibungslosen Handel zu gewährleisten. Für schnelle Wertpapiertransaktionen sollte daher ein liquider Markt bestehen. Bei illiquiden Anlagen oder in Marktphasen mit unzureichender Liquidität, ist nicht gewährleistet, dass eine Anlage kurzfristig und zu geringen Kursabschlägen verkauft werden kann. Damit tragen Sie das Risiko von Vermögensverlusten. Der Star-Trader ist ggf. nicht in der Lage, bei seiner Anlageentscheidung die Liquidität des Marktes zu berücksichtigen oder zutreffend zu berücksichtigen. Dadurch können zum falschen Zeitpunkt Anlagen gekauft oder verkauft werden und/oder zu lange bzw. zu kurz gehalten werden, wodurch es zu Vermögensverlusten kommen kann.

3. Investitionsrisiko – spezielle Risiken im Zusammenhang mit den Kapitalanlagen

Die Risiken bei der Anlage- und Abschlussvermittlung sind abhängig von den Risiken, denen die Kapitalanlagen, in die investiert wird, ausgesetzt sind. Im Folgenden werden die spezifischen Risiken für die einzelnen Kapitalanlagen dargestellt, die zum Portfolio der Star-Trader gehören:

a) Risiken bei Aktien

Aktien sind Wertpapiere, die von Unternehmen zur Beschaffung von Eigenkapital ausgegeben werden und ein Anteilsrecht am Eigenkapital einer Gesellschaft verbriefen. Ein Aktionär ist somit nicht Gläubiger wie bei einer Anleihe, sondern Mitinhaber des Unternehmens. Der Aktionär ist am wirtschaftlichen Erfolg und Misserfolg beteiligt und partizipiert daran über Gewinnausschüttungen, sogenannten Dividenden, und über die Kursentwicklung der Aktie. Die Aktien können an der Börse, aber auch außerbörslich gehandelt werden. Die Wertentwicklung von Aktien kann stark von Einflussfaktoren abhängen, die sich einer rationalen Kalkulation entziehen. Auch wenn der Star-Trader Methoden entwickelt hat, die eine Anlageentscheidung objektivierbar machen sollen, sind aufgrund der Vielzahl der Informationen Interpretationsrisiken niemals ausgeschlossen. Neben den allgemeinen Risiken tragen Sie bei einer Investition in Aktien insbesondere folgende Risiken:

Insolvenzrisiko
Als Aktieninhaber sind Sie Eigenkapitalgeber der Aktiengesellschaft. Im Falle der Insolvenz einer Aktiengesellschaft, an der Sie Aktien halten, werden Sie erst dann bedient, wenn alle anderen Gläubigeransprüche bedient wurden. Dies kann einen vollständigen Verlust Ihres Anlagebetrags bedeuten. Aktien sind daher Finanzinstrumente mit einem sehr hohen Risiko.

Kursrisiko

Der Kurs einer Aktie wird durch Angebot und Nachfrage bestimmt. Die Kursbildung unterliegt jedoch gewissen Risiken wie dem allgemeinen Marktrisiko und dem unternehmensspezifischen Risiko.

Allgemeines Marktrisiko

Der Aktienkurs eines Unternehmens kann an der Börse sinken, obwohl sich aktuell an der wirtschaftlichen Lage des Unternehmens nichts geändert hat. Der Aktienkurs kann sich auch nur aufgrund einer allgemeinen Tendenz am Aktienmarkt ändern. Die Faktoren, die einen solchen allgemeinen Kursrückgang auslösen können, sind besonders vielfältig und kaum kalkulierbar.

Unternehmensspezifische Risiken

Der Aktienkurs eines Unternehmens unterliegt unternehmensspezifischen Risiken, also falschen Managemententscheidungen oder der Verletzung von aufsichtsrechtlichen oder gesetzlichen Pflichten, zudem können volkswirtschaftliche Faktoren eine Rolle spielen. Langjährige gute Wertentwicklungen bieten keine Garantie oder Gewähr für einen Anlageerfolg in der Zukunft.

Dividendenrisiko

Die Höhe der Dividende richtet sich maßgeblich nach dem Gewinn des Unternehmens. Die Dividende kann jedoch stets gekürzt werden oder ganz ausfallen, wenn das Unternehmen keine oder weniger Gewinne als geplant erwirtschaftet und keine Rücklagen gebildet hat. Es gibt keine Garantie oder Gewähr dafür, dass eine Dividende gezahlt wird, selbst wenn ein Unternehmen jahrelang ununterbrochen Dividenden gezahlt hat.

Risiko des Verlusts oder der Änderung von Aktionärsrechten/Risiko eines Zulassungswiderrufs

Aufgrund gesellschaftsbezogener Maßnahmen können Sie Ihre Aktionärsstellung verlieren oder diese kann geändert werden. Damit können Ansprüche auf Dividendenzahlungen entfallen. Es besteht das Risiko, dass Sie Ihre Stellung als Aktionär ohne Entschädigung oder ohne angemessene Entschädigung verlieren. Dies kann zu einem vollständigen Verlust Ihres Anlagebetrages führen. Die Zulassung einer Aktie an einer Börse kann widerrufen werden. Ist die Aktie eines Unternehmens nicht mehr an einer Börse notiert, führt dies zu einer eingeschränkten Veräußerbarkeit der Aktie.

b) Risiken bei Anleihen

Anleihen bezeichnen eine große Bandbreite verzinslicher Wertpapiere, auch Rentenpapiere genannt. Dazu zählen neben „klassischen” Anleihen auch Indexanleihen, Pfandbriefe und strukturierte Anleihen. Die grundlegende Funktionsweise ist allen Anleihetypen gemein. Anleihen werden im Gegensatz zu Aktien sowohl von Unternehmen als auch von öffentlichen Einrichtungen und Staaten (sogenannten Emittenten) begeben. Sie gewähren dem Inhaber im Gegensatz zu Aktien kein Anteilsrecht. Durch die Ausgabe von Anleihen nimmt ein Emittent Fremdkapital auf. Anleihen sind handelbare Wertpapiere mit einem Nominalbetrag (Höhe der Schulden), einem Zinssatz (Kupon) und einer festgelegten Laufzeit. Die wichtigsten Parameter für die Höhe des Zinssatzes sind in der Regel die Bonität des Emittenten, die Laufzeit der Anleihe, die zugrunde liegende Währung und das allgemeine Marktzinsniveau. Ein Emittent mit geringer Bonität muss in der Regel einen höheren Zinssatz als Kompensation für das Bonitätsrisiko an die Käufer der Anleihen bezahlen als ein Emittent mit ausgezeichneter Bonität. Zu den wesentlichsten Risiken bei Anleihen gehören:

Bonitätsrisiko

Ein offensichtliches Risiko bei der Investition in Anleihen ist das Ausfallrisiko des Emittenten. Kann der Emittent seine Verpflichtung gegenüber dem Anleger nicht erfüllen, so droht dem Anleger ein Totalverlust. Die Bonität eines Emittenten kann sich während der Laufzeit der Anleihe derart verschlechtern, dass die Zins- und Tilgungszahlungen des Emittenten nicht nur gefährdet sind, sondern sogar ausfallen. Dies kann zu einem vollständigen Verlust Ihres Anlagebetrags führen. Im Gegensatz zu Aktieninvestoren ist ein Anleger in Anleihen im Insolvenzfall allerdings bessergestellt, da er dem Emittenten Fremdkapital zur Verfügung stellt und seine Forderung aus einer eventuell anfallenden Insolvenzmasse (ggf. teilweise) bedient werden kann.

Zinsänderungsrisiko und Kursrisiko

Das Zinsänderungsrisiko ergibt sich aus der Unsicherheit über die künftigen Veränderungen des Marktzinsniveaus. Als Käufer eines festverzinslichen Wertpapiers sind Sie einem Zinsänderungsrisiko in Form eines Kursverlustes ausgesetzt, wenn das Marktzinsniveau steigt. Dies kann zu einer eingeschränkten Veräußerbarkeit des Wertpapiers oder zu einem Vermögensverlust führen.

Kündigungsrisiko

Der Schuldner der Anleihe – der Emittent – kann sich in den Emissionsbedingungen ein vorzeitiges Kündigungsrecht vorbehalten. Eine vorzeitige Kündigung kann zu Abweichungen von der erwarteten Rendite führen. Eine neue Anlage kann weniger vorteilhaft sein als die bisherige Anlage.

Auslosungsrisiko

Tilgungsanleihen zahlen ggf. nur nach einem Auslosungsverfahren zurück. Dies kann dazu führen, dass die Laufzeit der Tilgungsanleihen nicht von vornherein kalkulierbar ist. Sollte der Rückzahlungsanspruch unerwartet früh erfolgen, verschlechtern sich Ihre Renditechancen.

c) Risiken bei Rohstoffen

Anders als Aktien und Anleihen werden Rohstoffe, sofern sie zum Zweck der Kapitalanlage gehandelt werden, gewöhnlich nicht physisch übertragen, sondern über Derivate gehandelt. Derivate sind Verträge, bei denen sich die Vertragsparteien einigen, ein bestimmtes Gut (Basiswert) in der Zukunft zu einem festgelegten Preis zu kaufen oder zu verkaufen. Je nachdem, ob der Marktpreis des Rohstoffs über oder unter dem vereinbarten Preis liegt, ist der Wert des Derivats positiv oder negativ. In den meisten Fällen findet keine tatsächliche Lieferung der Rohstoffe, sondern eine Ausgleichszahlung über die Differenz zwischen Marktpreis und vereinbartem Preis statt. Rohstoffe ermöglichen einem Anleger ausschließlich die Aussicht auf Erträge durch Kursgewinne und bieten keine Ausschüttungen. Zu den wesentlichen Risiken gehören:

Kursrisiko

Generell sind Anlagen in Rohstoffen den gleichen Preisrisiken ausgesetzt wie direkte Investitionen in Rohstoffe. Besondere Ereignisse, wie beispielsweise Naturkatastrophen, politische Konflikte, staatliche Regulierung oder Wetterschwankungen können die Verfügbarkeit von Rohstoffen beeinflussen und dadurch zu einer drastischen Preisänderung des Basiswertes und unter Umständen auch des Derivats führen. Dies kann auch zu einer Einschränkung der Liquidität führen und fallende Kurse nach sich ziehen. Als Produktionsfaktor für die Industrie ist die Nachfrage nach bestimmten Rohstoffen wie Metallen und Energieträgern zudem maßgeblich von der allgemeinen wirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Kontrahentenrisiko

Durch den Handel über Derivate besteht ein Risiko im Hinblick auf die Ausgestaltung des Derivatevertrags. Ist der Vertragspartner nicht in der Lage oder unwillig, seiner Verpflichtung aus dem Derivatevertrag nachzukommen, kann es sein, dass der Derivatevertrag gänzlich oder teilweise nicht erfüllt wird.

d) Risiken bei ETCs

ETCs (Exchange Traded Commodities) sind Schuldverschreibungen, die an die Wertentwicklung von Rohstoffen gekoppelt sind. Es handelt sich um Schuldverschreibungen, die an der Börse gehandelt werden. Die Laufzeit von ETCs ist unbefristet. ETCs machen es dem Anleger möglich, an der Wertentwicklung von Rohstoffen teilzuhaben, ohne sie direkt zu erwerben

Emittentenrisiko

ETCs werden in Form von Schuldverschreibungen angeboten. Somit sind sie mit einem so genannten Emittentenrisiko verbunden. Das bedeutet: Der Emittent als Schuldner kann ausfallen. Und nur wenn der Emitttent zahlungsfähig ist, können Sie Gelder aus der Anlage zurückerhalten (Bonitätsrisiko/Insolvenzrisiko).

Preisänderungsrisiko

Der Wert von ETCs hängt von der Entwicklung des Rohstoffwerts ab, der als Basis zugrunde liegt. Mit seinen Schwankungen verändert sich auch der Preis des Wertpapiers. Diese Schwankungen des Basiswerts wiederum werden im Fall von Rohstoffen von vielen verschiedenen Faktoren ausgelöst, die sich auf den Marktpreis auswirken und ihn letztlich bestimmen. So können Veränderungen politischer Rahmenbedingungen in einem Land die Preise eines dort gewonnenen Rohstoffs ebenso beeinflussen wie Absprachen, die Kartelle von Rohstoffproduzenten untereinander treffen. Ein Totalverlust Ihres in eine solche Anlage investierten Geldes ist daher nie auszuschließen.

Währungsrisiko

ETCs können auf Fremdwährungen lauten. Viele Rohstoffe – beispielsweise Edelmetalle – werden weniger in Euro gehandelt, sondern hauptsächlich in US-Dollar. Damit können hier Fremdwährungsrisiken auf den Anleger zukommen. Diese sollten Sie nicht unterschätzen. Manche ETCs sind mit Währungsabsicherungen ausgestattet.

e) Risiken bei Kapitalanlagen in Fremdwährungen

Kapitalanlagen in Fremdwährungen bieten Anlegern eine Möglichkeit zur Diversifikation ihres Portfolios. Des Weiteren sind Investitionen u.a. in die vormals genannten Anlageklassen oftmals mit dem Eingehen von Fremdwährungsrisiken verbunden.

Wechselkursrisiko

Investiert ein deutscher Anleger beispielsweise direkt oder indirekt (z. B. über einen Fonds oder ETF) in amerikanische Aktien, so unterliegt seine Anlage nicht nur den Aktienrisiken, sondern ebenfalls dem Wechselkursrisiko zwischen Euro und US-Dollar, welches sich positiv oder negativ auf den Wert seiner Anlage auswirken kann. Wechselkurse verschiedener Währungen können sich im Lauf der Zeit ändern und es kann zu erheblichen Kursausschlägen kommen. Investiert ein deutscher Anleger beispielsweise in US-Dollar oder in eine in US-Dollar notierende Aktie, wirkt sich eine Abwertung des US-Dollars gegenüber dem Euro (d. h. Aufwertung des Euro) nachteilig auf seine Investition aus. Unter Umständen kann sogar eine positive Aktienkursentwicklung durch die US-Dollar-Abschwächung überkompensiert werden.

Zinsänderungsrisiko

Ändern sich die Zinsen im Heimatmarkt oder im Markt der Fremdwährung, kann dies bedeutende Auswirkungen auf den Wechselkurs haben, da Veränderungen der Zinsniveaus mitunter große länderübergreifende Kapitalbewegungen auslösen können.

Regulatorische Risiken

Zentralbanken spielen bei der Preisbildung von Wechselkursen eine entscheidende Rolle. Neben den Geldmengen und Zinsen kontrollieren einige Zentralbanken auch die Wechselkurse. Sie intervenieren an den Märkten, sobald gewisse Schwellen erreicht werden, indem sie die eigene Währung verkaufen oder kaufen oder sie koppeln den Wechselkurs ganz oder teilweise an eine Fremdwährung. Werden diese Strategien geändert oder aufgehoben, kann dies zu erheblichen Verwerfungen an den entsprechenden Devisenmärkten führen. Dies war beispielsweise zu beobachten, als die Schweizerische Nationalbank im Januar 2015 die Festlegung des Mindestwechselkurses des Schweizer Franken gegenüber dem Euro von 1,20 EUR/CHF aufgab.

f) Risiken bei Investition in einen offenen Investmentfonds

Investmentfonds sind Vehikel zur gemeinschaftlichen Vermögensanlage nach den Regelungen des Kapitalanlagegesetzbuches. Hierbei ist zwischen offenen Investmentfonds, die einer unbegrenzten Anzahl von Anlegern offenstehen, und geschlossenen Investmentfonds, die einer begrenzten Anzahl von Anlegern offenstehen, zu unterscheiden. Eine Kapitalverwaltungsgesellschaft legt die Anlagestrategie eines offenen Investmentfonds fest und verwaltet das Fondsvermögen professionell. Das Fondsvermögen ist hierbei als Sondervermögen aus Gründen des Anlegerschutzes strikt von dem Vermögen der Kapitalverwaltungsgesellschaft zu trennen. Aus diesem Grund werden die zum Investmentfonds gehörenden Vermögensgegenstände bei der sogenannten Verwahrstelle verwahrt. Das Fondsvermögen kann sich je nach Art des Investmentfonds aus verschiedensten Vermögenswerten zusammensetzen (z. B. Wertpapieren, Geldmarktinstrumenten, Bankguthaben, Investmentanteilen und Derivaten).

Anleger können jederzeit durch den Erwerb von Investmentanteilscheinen über ein Kreditinstitut oder die Kapitalverwaltungsgesellschaft eine Mitberechtigung am Fondsvermögen erwerben. Die Kapitalverwaltungsgesellschaft kann jedoch unter gewissen Umständen die Ausgabe von Fondsanteilen vorübergehend beschränken, aussetzen oder endgültig einstellen. Die Liquidation der Investmentanteile kann auf zwei Arten erfolgen. Zum einen besteht grundsätzlich die Möglichkeit der Rückgabe der Investmentanteilscheine an die Kapitalverwaltungsgesellschaft zu dem offiziellen Rücknahmepreis. Zum anderen können die Investmentanteilscheine ggf. an einer Börse gehandelt werden. Sowohl im Falle des Erwerbs als auch der Liquidation von Investmentanteilscheinen können Drittkosten anfallen (z. B. Ausgabeaufschlag, Rücknahmeabschlag, Kommission).

Der Wert eines einzelnen Investmentanteilscheins berechnet sich nach dem Wert des Fondsvermögens geteilt durch die Anzahl der ausgegebenen Investmentanteilscheine. Der Wert des Fondsvermögens wird hierbei meist nach einem vorgegebenen Bewertungsverfahren ermittelt. Für börsengehandelte Investmentfonds steht zudem der fortlaufende Börsenhandel zur Preisfindung zur Verfügung.

g) Risiken bei Investition in Exchange Traded Funds

Exchange Traded Funds („ETFs”) sind börsengehandelte, offene Investmentfonds, die die Wertentwicklung eines Index – wie beispielsweise des DAX – nachbilden. Sie werden auch als passive Indexfonds bezeichnet. Im Gegensatz zu aktiven Anlagestrategien, die durch die Auswahl einzelner Wertpapiere („Stockpicking”) und Bestimmung günstiger Zeitpunkte für Ein- und Ausstieg („Market-Timing”) eine Überrendite („Outperformance”) gegenüber einem Vergleichsindex („Benchmark”) erzielen wollen, ist eine passive Anlagestrategie darauf ausgerichtet, einen Vergleichsindex nicht zu übertreffen, sondern diesen bei möglichst geringen Kosten nachzubilden.

Wie sonstige offene Investmentfonds geben ETFs Anlegern Zugang zu einem breiten Portfolio aus Aktien, Anleihen oder anderen Anlagekategorien wie Rohstoffen oder Immobilien. Anders als bei anderen offenen Investmentfonds werden ETFs gewöhnlich nicht direkt bei einer Kapitalverwaltungsgesellschaft gekauft oder verkauft, sondern der Handel findet an einer Börse oder einem anderen Handelsplatz statt. Ein ETF kann also wie eine Aktie an Wertpapierbörsen gehandelt werden. Um die Liquidität zu verbessern, werden für ETFs meist Market-Maker bestellt, die eine ausreichende Liquidität durch das regelmäßige Bereitstellen von An- und Verkaufspreisen gewährleisten sollen. Eine Verpflichtung zur Bereitstellung von Liquidität besteht jedoch nicht.

ETFs können die ihnen zugrunde liegenden Indizes auf zwei verschiedene Arten abbilden. Bei der physischen Abbildung (sog. Replikation) wird der Index durch den Kauf aller Indexbestandteile (beispielsweise der 30 Aktien des DAX) oder ggf. einer relevanten Teilmenge nachgebildet. Bei der synthetischen Replikation schließt der ETF-Anbieter eine Vereinbarung in Form eines Tauschgeschäfts („Swap”) mit einer Bank, bei dem die genaue Wertentwicklung des gewünschten Index zugesichert und besichert wird. Ein synthetischer ETF hält somit nicht die zugrunde liegenden Aktien.

Kursrisiko

Da ETFs einen zugrunde liegenden Index passiv nachbilden und nicht aktiv verwaltet werden, tragen sie generell die Basisrisiken der zugrunde liegenden Indizes. ETFs schwanken somit direkt proportional mit ihrem Basiswert. Das Risiko-Rendite-Profil von ETFs und ihrer zugrunde liegenden Indizes sind daher sehr ähnlich. Fällt der DAX z. B. um 10 %, so wird der Kurs eines den DAX abbildenden ETFs ebenfalls um rund 10 % fallen.

Risikokonzentration

Das Anlegerrisiko steigt mit einer zunehmenden Spezialisierung eines ETFs etwa auf eine gewisse Region, Branche oder Währung. Dieses erhöhte Risiko kann jedoch auch erhöhte Ertragschancen mit sich bringen.

Wechselkursrisiko

ETFs enthalten Wechselkursrisiken, wenn deren zugrunde liegender Index nicht in der Währung des ETFs notiert. Kommt es zu einer Abschwächung der Indexwährung gegenüber der Währung des ETFs, wird die Wertentwicklung des ETFs negativ beeinflusst.

Replikationsrisiko

ETFs unterliegen zudem einem Replikationsrisiko, d. h., es kann zu Abweichungen zwischen dem Wert des Index und des ETFs kommen („Tracking-Error”). Dieser Tracking-Error kann über den durch die ETF-Gebühren bedingten Unterschied in der Wertentwicklung hinausgehen. Eine solche Abweichung kann z. B. durch Barbestände, Neugewichtungen, Kapitalmaßnahmen, Dividendenzahlungen oder die steuerliche Behandlung von Dividenden verursacht werden.

Kontrahentenrisiko

Darüber hinaus existiert bei synthetisch replizierenden ETFs ein Kontrahentenrisiko. Sollte ein Swap-Kontrahent seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen, kann es zu Verlusten für den Anleger kommen.

Übertragung oder Kündigung des Sondervermögens

Unter gewissen Voraussetzungen ist sowohl die Übertragung des Sondervermögens auf ein anderes Sondervermögen als auch die Kündigung der Verwaltung durch die Kapitalverwaltungsgesellschaft möglich. Im Falle der Übertragung kann die fortgesetzte Verwaltung zu schlechteren Konditionen stattfinden. Im Falle der Kündigung besteht das Risiko (zukünftiger) entgangener Gewinne.

Außerbörslicher Handel

Wenn ETFs und deren zugrundeliegenden Komponenten an unterschiedlichen Börsen mit abweichenden Handelszeiten gehandelt werden, besteht das Risiko, dass Geschäfte in diesen ETFs außerhalb der Handelszeiten der jeweiligen Komponenten durchgeführt werden. Dies kann zu einer Abweichung in der Wertentwicklung gegenüber dem zugrunde liegenden Index führen.

Der außerbörsliche Handel unterliegt keiner der Börsenaufsicht vergleichbaren Aufsicht, was auch für die Kontrolle der Kursfeststellung gilt.

Beim außerbörslichen Handel besteht zudem das Risiko der gegenüber dem börslichen Handel geringeren Liquidität, was dazu führen kann, dass Handelsaufträge nur teilweise oder gar nicht ausgeführt werden können.

Darüber hinaus besteht das Risiko, dass der außerbörsliche Handel jederzeit eingestellt werden kann, wodurch Wertpapiere gegebenenfalls nicht mehr ohne Probleme außerbörslich verkauft werden können.

Wertpapierleihe

Ein Investmentfonds kann zur Renditeoptimierung Wertpapierleihegeschäfte eingehen. Kann ein Entleiher seiner Verpflichtung zur Rückgabe nicht nachkommen und hat die gestellte Sicherheit an Wert verloren, so drohen dem Investmentfonds Verluste.

h) Risiken bei Investition in Zertifikate

Rechtlich gesehen gehören Zertifikate den Inhaberschuldverschreibungen an. Bei Zertifikaten handelt es sich um Inhaberschuldverschreibungen eines Emittenten, deren Wertentwicklung von der Entwicklung anderer Finanzinstrumente (z.B. Aktien, Renten, Rohstoffe, Währungen etc.) abhängig ist und die in der Regel mit festen Laufzeiten ausgestattet sind. Der Erwerber ist somit Gläubiger des Zertifikatemittenten.

Zertifikate verbriefen kein Eigentums- oder Aktionärsrecht, sondern das Recht auf Rückzahlung eines Geldbetrages oder auf Lieferung des Basiswertes. Art und Höhe des Basiswertes hängen von einem oder mehreren bestimmten Parametern (z.B. dem Wert des Basiswertes an einem Stichtag) ab.

(i) Allgemeine Risiken

Emittentenrisiko

Das Emittentenrisiko ist das Risiko, dass der Emittent des Zertifikats während oder am Ende der Laufzeit des Zertifikats nicht in der Lage ist, seine Verpflichtungen aus dem Zertifikat zu erfüllen. Für den Anleger besteht in diesem Fall das Risiko eines Teil- oder Totalverlusts des eingesetzten Kapitals, da er keine Ertragszahlung in Form von Zinsen erhält und/oder am Ende der Laufzeit den Rückzahlungsbetrag nicht ausbezahlt bekommt.

Kursänderungsrisiko

Zertifikate beziehen sich auf Basiswerte, die Wertschwankungen unterliegen können. Ändert sich der Preis des Basiswertes, so ändert sich auch der Preis des Zertifikats. Sinkende Kurse der Basiswerte können je nach den Bedingungen des Zertifikats empfindliche Verluste für den Anleger bedeuten.

(ii) Spezielle Risiken von Zertifikaten aufgrund ihrer Struktur

Zertifikate können die unterschiedlichsten Strukturen aufweisen. Die gängigsten Strukturen und deren Risiken sollen nachfolgend dargestellt werden, wobei sich im Markt keine einheitlichen Bezeichnungen für die verschiedenen Strukturen durchgesetzt hat.

Lineare Zertifikate

Lineare Zertifikate verbriefen ein Recht auf Zahlung eines Geld- oder Abrechnungsbetrages und vollziehen die Wertentwicklung des zugrundeliegenden Basiswerts 1:1 nach. Dies gilt sowohl für eine positive als auch für eine negative Wertentwicklung des Basiswerts. Basiswerte können z.B. Aktien, Indizes, Rohstoffe oder Währungen sein. Die Höhe des Betrages des linearen Zertifikats hängt vom Basiswert am Fälligkeitstag ab. Liegt keine Laufzeitbegrenzung des Zertifikats vor, hängt der Betrag vom Kündigungstag ab. Dem Anleger droht ein Totalverlust des eingesetzten Zertifikats, wenn der dem linearen Zertifikat zugrundeliegende Basiswert wertlos ist (Totalverlustrisiko).

Discountzertifikate

Discountzertifikate sind mit einer festen Laufzeit ausgestattet, deren Rückzahlung vom Preis des Basiswertes an einem bestimmten Stichtag abhängt. Sie verbriefen ein Recht auf Zahlung eines festen Geldbetrages oder auf Lieferung des Basiswertes. Typischerweise liegt der Kaufpreis eines Discountzertifikats unterhalb des aktuellen Preises des jeweiligen Basiswertes. Das Gewinnpotenzial ist von vornherein beschränkt, da der Rückzahlungsbetrag einen im Voraus festgelegten Maximalbetrag (Cap) nicht überschreiten kann (Korrelationsrisiko).

Discountzertifikate geben die Wertentwicklung des Basiswertes in der Regel nicht genau wieder, da bei ihnen die Gewinnmöglichkeit durch den Cap eingeschränkt ist. Zudem droht dem Anleger ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals, wenn der dem jeweiligen Discountzertifikat zugrundeliegende Basiswert wertlos ist (Totalverlustrisiko).

Bonuszertifikate

Bei Bonuszertifikaten werden unter bestimmten Voraussetzungen am Laufzeitende zusätzlich zum Nominalwert ein festgelegter Bonus (Bonuslevel) oder auch die Wertentwicklung des Basiswertes gezahlt, sofern diese über dem Bonuslevel liegt. Eine Voraussetzung ist, dass während der gesamten Laufzeit eine festgelegte Barriere nicht erreicht oder unterschritten werden darf. Die Barriere liegt unterhalb des Startniveaus des Zertifikats und ist eine Art Sicherheitspolster.

Somit kann es am Laufzeitende zu einem Kapitalverlust kommen, wenn eine festgelegte Barriere während der Laufzeit erreicht oder unterschritten wurde. In diesem Fall erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Wert des Basiswertes am Fälligkeitstag entspricht. Dieser kann unter dem Erwerbspreis für das Zertifikat liegen (Kapitalverlustrisiko). Im Extremfall kann dies beim Anleger zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen (Totalverlustrisiko).

Notiert der Basiswert bei Bonuszertifikaten nahe der Barriere, kann dies vor allem zum Laufzeitende hin zu erhöhten Preisschwankungen des Bonuszertifikats führen, da dann geringe Kursveränderungen des Basiswertes darüber entscheiden können, ob es zur Bonuszahlung kommt oder nicht (Korrelationsrisiko).

Expresszertifikate

Hierbei handelt es sich um Zertifikate, bei denen für den Anleger eine oder mehrere vorzeitige Rückzahlungsmöglichkeiten bestehen. Diese können zu einer schnellen Kapitalrückzahlung “express” führen. Wird der vorzeitige Rückzahlungsanspruch vom Anleger in Anspruch genommen, erhält dieser einen zusätzlich festen Geldbetrag. Kommt es zu keiner vorzeitigen Tilgung und wird am Laufzeitende eine bestimmte Barriere nicht erreicht oder unterschritten, besteht für den Anleger ein Kapitalschutz auf das nominell eingesetzte Kapital. Die Barriere liegt unterhalb des Startniveaus des Zertifikats und stellt eine Art Risikopuffer dar. Dafür verzichtet der Anleger aber auf eine unbegrenzte Teilnahme an Kursgewinnen. Die Ertragschancen sind andererseits mit festen Tilgungsbeträgen genau fixiert und können durchaus größer sein als die Wertentwicklung des Basiswertes selbst.

Bei Expresszertifikaten kann es am Laufzeitende zu einem Kapitalverlust kommen, wenn eine festgelegte Barriere während der Laufzeit erreicht oder unterschritten wurde. In diesem Fall erhält der Anleger einen Auszahlungsbetrag, der dem Wert des Basiswertes am Fälligkeitstag entspricht. Dieser kann unter dem Erwerbspreis für das Zertifikat liegen (Kapitalverlustrisiko). Im Extremfall kann dies beim Anleger zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen (Totalverlustrisiko).

Bei Expresszertifikaten ist das Kurssteigerungspotenzial auf den festgelegten Rückzahlungsbetrag beschränkt. Auch die Rückzahlungsbeträge im Fall einer vorzeitigen Fälligkeit sind in den Emissionsbedingungen festgelegt, so dass auch starke Kursbewegungen des Basiswertes zu Beginn oder während der Laufzeit nicht linear nachvollzogen werden (Korrelationsrisiko).

Kapitalschutzzertifikate

Kapitalschutzzertifikate verfügen über eine feste Laufzeit. Der Kapitalschutz besteht in voller Höhe des nominellen Ausgangswertes oder eines bestimmten Prozentsatzes des Ausgangswertes am Laufzeitende unabhängig von der Entwicklung des Basiswertes. Der Preis des Kapitalschutzzertifikats kann während der Laufzeit unter den Kapitalschutzbetrag fallen.

Das Gewinnpotenzial kann zudem durch einen maximalen Rückzahlungsbetrag (Cap) limitiert werden. Zusätzlich muss der Anleger auf Ausschüttungen in Form von Dividenden verzichten.

Kapitalschutzzertifikate bergen produktbezogene Risiken soweit zwischen dem Emittenten und dem Anleger keine festen Zinszahlungen vereinbart, sondern diese von bestimmten Marktbedingungen abhängig gemacht worden sind. Je nach Entwicklung des Marktes können diese Zinszahlungen vollständig ausfallen (Zahlungsausfallrisiko).

Hebelzertifikate

Der Preis für Hebelzertifikate ist in der Regel deutlich niedriger als der jeweilige Preis des Basiswertes, sodass sich durch den geringeren Kapitaleinsatz beim Zertifikat bei gleicher absoluter Preisbewegung des Basiswertes eine Hebelwirkung ergibt. Diese Zertifikate besitzen in der Regel eine festgelegte Kursbarriere (Knock-Out-Schwelle), bei deren Erreichen, Überschreiten oder Unterschreiten das Zertifikat sofort fällig wird. Der Eintritt des Knock-Out-Ereignisses kann unterschiedliche Konsequenzen haben. Hebelzertifikate ohne Stop-Loss-Barriere verfallen bei Eintritt des Knock-Out-Ereignisses wertlos. Somit kann es bei dieser Anlage zu einem Totalverlust des eingesetzten Kapitals kommen. Hebelzertifikate mit Stop-Loss-Barriere verfallen bei Eintritt des Knock-Out-Ereignisses nicht wertlos. Der Emittent erstattet dem Anleger bei Eintritt des Knock-Out-Ereignisses in etwa die Differenz zwischen einem weiteren, in den Emissionsbedingungen festgelegten relevanten Wert und der Knock-Out-Schwelle.

Hebelzertifikate bergen erhöhte Verlustrisiken, weil sie durch die Hebelwirkung Schwankungen des Basiswertes überproportional abbilden, also verstärken (Risiko der Hebelwirkung). Zudem bergen Hebelzertifikate ein besonders großes Risiko des Totalverlustes (Totalverlustrisiko). Ist in den Zertifikatsbedingungen vorgesehen, dass das Zertifikat bei Eintritt der Knock-Out-Vereinbarung sofort wertlos verfällt, hat dies für den Anleger einen Totalverlust des eingesetzten Kapitals zur Folge.

Outperformance- und Sprintzertifikate

Outperformance- und Sprintzertifikate zielen darauf ab, dass der Anleger außerverhältnismäßig vom steigenden Kurs des Basiswertes profitiert. Um dies zu erreichen, vereinbaren der Emittent und der Anleger einen Referenzwert. Regelmäßig entspricht dieser Referenzwert dem Kurs des jeweiligen Basiswertes zum Ausgabezeitpunkt. Weiterhin legen die Parteien einen sogenannten Partizipationsfaktor (z.B. in Höhe von 2) fest. Der Partizipationsfaktor stellt sozusagen den Hebel dar, mit welchem der Anleger an Kursanstiegen des zugrundeliegenden Basiswertes partizipiert, wenn dieser den zuvor festgelegten Referenzwert übertrifft.

Übertrifft der Basiswert den Referenzwert am Ende der Laufzeit, wird der Kurs des Basiswertes oberhalb des Referenzwerts mit dem vereinbarten Partizipationsfaktor multipliziert.

Sprintzertifikate unterscheiden sich von Outperformancezertifikaten insofern, als bei derartigen Zertifikaten die Möglichkeit der Teilnahme an einem überproportionalen Gewinn auf einen Maximalbetrag (Cap) begrenzt ist. Dieser Cap wird typischerweise durch den Emittenten bei Ausgabe des Zertifikates festgesetzt.

Eine Anlage in Outperformance- oder Sprint-Zertifikate kann das Risiko eines Verlusts des eingesetzten Kapitals bis zum Totalverlust mit sich bringen, wenn der Kurs des Basiswerts zum Laufzeitende fällt (Totalverlustrisiko).

Faktorzertifikate

Faktorzertifikate zielen darauf ab, dass der Anleger außerverhältnismäßig von der positiven Wertentwicklung oder von der negativen Wertentwicklung des Basiswertes profitiert. Die außerverhältnismäßige Teilnahme an der Wertentwicklung resultiert aus einem festgelegten bzw. nicht dynamischen Hebel, der charakteristisch für ein Faktorzertifikat ist. Wegen ihres Hebels ist der Wert von Faktorzertifikaten stärkeren Schwankungen unterworfen als der Wert des jeweils zugrundeliegenden Basiswertes.

Typischerweise haben Faktorzertifikate eine unbegrenzte Laufzeit. Der Emittent behält sich jedoch in der Regel vor, das Zertifikat täglich kündigen zu können. Der Hebel bleibt über die Laufzeit des Zertifikates unverändert.

Aufgrund des für Faktorzertifikate kennzeichnenden Hebels kann der Wert des Zertifikats täglich stark schwanken. Es besteht daher das Risiko, dass ein Anleger sehr hohe Verluste bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals erleiden kann (Risiko der Hebelwirkung und Totalverlustrisiko).

Für diese Finanzprodukte wird täglich der prozentuale Gewinn bzw. Verlust des Basiswertes ermittelt. Der jeweilige Tagesendstand wird dann als Berechnungsgrundlage für den Folgetag festgelegt (Verkettung). Dies kann zur Folge haben, dass der Kurs des Faktorzertifikats nach dem Ende einer Schwankungsphase erheblich vom Kurs des Basiswertes abweichen kann (Korrelationsrisiko).

i) Risiken bei Investitionen in Optionsgeschäfte

Eine Option ist eine Vereinbarung über die Einräumung des Rechts zum Kauf (Call Option) oder Verkauf (Put Option) einer bestimmten Menge des der Option zu Grunde liegenden Basiswertes, wie etwa einer Aktie, Rohstoffe oder Devisen innerhalb eines festgelegten Zeitraums oder zu einem festgesetzten Zeitpunkt zu einem vorab festgelegten Preis. Eine Option kann, muss aber nicht ausgeübt werden.

Optionsgeschäfte sind aufgrund ihrer Ausgestaltung mit ganz erheblichen Verlustrisiken verbunden, die sich jeder Anleger vor Augen führen sollte. Bei Optionsscheinen ist zu beachten, dass die Wahrscheinlichkeit von Verlusten oder eines Totalverlusts sehr hoch ist.

Preisänderungsrisiko

Der Preis einer Option ist Schwankungen unterworfen, die von verschiedenen Faktoren abhängen. Dies kann bis zur Wertlosigkeit der Option führen. Wegen der begrenzten Laufzeit von Optionen kann der Anleger nicht darauf vertrauen, dass sich der Preis der Option rechtzeitig wieder erholen wird.

Abhängigkeit der Option vom Basiswert

Zu Wertminderungen bei Call-Optionen kommt es regelmäßig bei Kursverlusten des Basiswertes, im Fall von Put-Optionen regelmäßig bei Kursgewinnen des Basiswertes.

Risiko des Verfalls, der Wertminderung und des Totalverlustes

Optionen können verfallen und damit wertlos werden oder an Wert verlieren. Je kürzer die Restlaufzeit, umso größer ist das Risiko eines Wert- oder sogar Totalverlustes.

Risiko der Hebelwirkung

Optionsscheine haben eine Hebelwirkung (Leverage-Effekt) auf die Ertragschancen und Verlustrisiken des eingesetzten Kapitals: Sie bilden Kursveränderungen des Basiswertes überproportional ab und bieten damit während ihrer Laufzeit höhere Chancen – bei gleichzeitig hohen Verlustrisiken, da die Hebelwirkung sowohl zu höheren Gewinnen als auch zu höheren Verlusten im Vergleich zu einer entsprechenden Anlage in den Basiswert führt. Der Kauf eines Optionsscheins ist umso riskanter, je größer sein Hebel ist. Die Hebelwirkung zeigt sich besonders bei Optionsscheinen mit sehr kurzen Restlaufzeiten.

Anders als bei Faktorzertifikaten ist der Hebel bei Optionsscheinen nicht fixiert. Vielmehr kann er sich, abhängig von der Ausgestaltung des jeweiligen Optionsscheins und der Entwicklung des Basiswertes, während der Laufzeit verändern.

Emittentenrisiko

Der Optionsinhaber trägt neben dem Insolvenzrisiko in Bezug auf den Basiswert auch das Bonitätsrisiko des Emittenten des Optionsscheins. Sofern der Emittent des Optionsscheins seinen Zahlungsverpflichtungen aus dem Optionsschein nicht nachkommen kann, erleidet der Optionsinhaber auch bei einer für ihn günstigen Wertentwicklung des Basiswertes einen Verlust.

j) Risiken bei Investitionen in Futuregeschäfte

Als Futures werden börsengehandelte, standardisierte Termingeschäfte in der Form des Festgeschäfts bezeichnet. Unterschieden wird zwischen Finanz- (financial futures) oder Warentermingeschäften (insbesondere Rohstoffe, commodity futures). Gegenstand ist die unbedingte Verpflichtung zur Veräußerung oder zum Erwerb eines bestimmten Basiswertes zu einem festgelegten Zeitpunkt in der Zukunft und zu einem festgelegten Preis. Futures haben ein symmetrisches Risikoprofil.

Preisänderungsrisiko

Der Preis von Futures ist Schwankungen unterworfen, die von verschiedenen Faktoren abhängen. Dies kann bis zur Wertlosigkeit des Futures führen. Wegen der festgelegten Fälligkeit des Futures kann der Anleger nicht darauf vertrauen, dass sich der Preis rechtzeitig wieder erholen wird.

Basisrisiko

Das Basisrisiko ergibt sich daraus, dass der Preis für der Basiswert Schwankungen unterliegt und nicht sicher für den relevanten zukünftigen Zeitpunkt vorhergesagt werden kann.

Risiko der Hebelwirkung

Für den Abschluss eines Future-Kontrakts werden zunächst geringere finanzielle Mittel benötigt, da lediglich die zu hinterlegende Einschussmarge aufzuwenden ist. Futures haben aber regelmäßig eine Hebelwirkung (Leverage-Effekt) auf die Ertragschancen und Verlustrisiken des eingesetzten Kapitals: Sie bilden Kursveränderungen des Basiswertes überproportional ab und bieten damit während ihrer Laufzeit höhere Chancen – bei gleichzeitig höheren Verlustrisiken, da die Hebelwirkung sowohl zu höheren Gewinnen als auch zu höheren Verlusten im Vergleich zu einer entsprechenden Anlage in den Basiswert führt.